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Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog – Porgy & Bess Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog – Porgy & Bess
Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog – Porgy & Bess (Brambus Records/Membran) Inhaltlich nimmt bereits der Albumtitel die Überraschung aus dem neuen Album des... Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog – Porgy & Bess

Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog – Porgy & Bess (Brambus Records/Membran)

Inhaltlich nimmt bereits der Albumtitel die Überraschung aus dem neuen Album des Schweizer Pianisten Stewy von Wattenwyl – „Porgy & Bess“ (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über von Wattenwyl).

Auch ein dreivierteljahrhundert nach der Entstehung der „Porgy & Bess“-Oper aus der Feder von American Songbook-Ikone George Gershwin (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete) lässt sich die Neubearbeitung des Materials, darunter selbstredend auch Klassiker wie „It Ain’t Necessarily So“ oder das unvermeidliche „Summertime“, durchweg und mit großartiger Anmut hören – Stewy von Wattenwyl belässt den schieren Sound im wesentlichen im retrospektiven Habitus und legt lediglich in der technischen, will sagen musikalischen Umsetzung auf zeitgenössische Jazz-Einstreuung – „Porgy & Bess“ atmet.

Dafür sorgt auch die Stimme von Nicole Herzog (ein letztes mal: der SOUL TRAIN berichtete), die klar und eingängig und hochemotional die beseelten Befindlichkeiten der Jazz-Oper umzusetzen versteht, sich zugleich dem großen Ganzen fast edel unterordnet – so funktioniert Musik.

Dass „Porgy & Bess“ von Stewy von Wattenwyl featuring Nicole Herzog ein Konzert-Live-Mitschnitt ist, wird in der Regel nur am Applaus, der hier fast als Überleitung von einem Song zum anderen fungiert und funktioniert, vermittelt – eine Momentaufnahme, die auch aufgrund des Zuspiels der Mitmusiker Tobias Friedli (Schlagwerk), Christoph King-Utzinger (Bass) sowie Daniel Bohnenblust (Saxofon) und nicht zuletzt Daniel Woodtli (Trompete, Flügelhorn und Perkussion) so wunderbar funktioniert, wie sie es hier tut.

Stilistisch sind es freilaufender, zeitgenössischer Jazz und Vocal Jazz, der auf Bluesunterfütterte, aber zurückgenommene Gospel-Momente trifft, die das Salz in der „Porgy & Bess“-Suppe ausmachen, eine Eigenart, die seit je her die Faszination für Gershwins unerreichtes Jazz-Oper-Meisterwerk ausmacht – wunderbar.

© Gregor Poschoreck

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