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Hellmut Hattler – Selber denken macht schlau! Hellmut Hattler – Selber denken macht schlau!
Aktuelles Album: HATTLER – Warhol Holidays (Bassball Recordings/36 Music/Broken Silence) Im SOUL TRAIN ist das Ulmer Urgestein deutscher Musikgeschichte Hellmut Hattler so etwas wie... Hellmut Hattler – Selber denken macht schlau!

Aktuelles Album: HATTLER – Warhol Holidays (Bassball Recordings/36 Music/Broken Silence)

Im SOUL TRAIN ist das Ulmer Urgestein deutscher Musikgeschichte Hellmut Hattler so etwas wie ein Stammgast.

ST16_275_I_HELLMUTHATTLER-4_1708In den mittlerweile fast neun Jahren, seit der SOUL TRAIN @ www.soultrainonline.de ins Leben gerufen wurde, war der Bassist, Multiinstrumentalist, Songschreiber, Produzent, Workaholic, Künstler – Mensch – Hellmut Hattler in den unterschiedlichsten Zusammenhängen Teil der redaktionellen Befindlichkeiten, ob nun als Kopf seiner eigenen Formation HATTLER (u.a. ST # 58, ST#68), als die eine Hälfte des innovativen Siyou’n’Hell-Duo-Projektes (u.a. ST#77) oder aber in den unzähligen Querverweisen auf seine Arbeit als Kopf und Bassist der heute legendären und wegweisenden Krautrock-, Avantgarde- und Experimental-Band-Institution Kraan, die er bereits Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts gründete.

Als kurzzeitiges Mitglied von Fehlfarben, gemeinsam mit Joo Kraus als Tab Two, die in den Neunziger Jahren immense Erfolge feierten, als Kooperationspartner mit Ali Neander (Rodgau Monotones, der SOUL TRAIN berichtete), selbst alles andere als ein unbedeutendes Blatt deutscher Musikgeschichte, als schiere Musikidentifikation, oder als Mann hinter und neben Sängerin und Partnerin Siyou Isabelle Ngnoubamdjum als eben jenes bereits erwähnte Siyou’n’Hell-Duo – Hellmut Hattler kann sich all das auf die respektable Fahne schreiben.

Darüber hinaus ist Hattler in kaum mehr nachvollziehbaren Kontexten in der gesamtdeutschen Pop-, Rock-, Jazz-, Electronica- und Soul-Szene gerade auch Live (mit allen vorab erwähnten Projekten) allgegenwärtig und arbeitete über seine mittlerweile fast ein halbes Jahrhundert andauernde Karriere für und mit eine schier endlosen Liste an Musikern und Projekten: Guru Guru (unter dem Pseudonym Karla Maria von Sinnen), Sängerin Sandie Wollasch, Schlagzeuger Oli Rubow, Keyboarder Ralf Schmid und sogar Tina Turner – der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten.

Als wäre das alles noch nicht genug, zeigt sich Hellmut Hattler überaus umtriebig und professionell, wenn es um die Vermarktung seiner eigenen Musik geht: So kann man auf der Homepage seines eigenen Labels Bassball Recordings (www.bassball.net) sein vorhandenes Repertoire an Alben exklusiv beziehen, selbstverständlich auch seine spektakulären Live-Alben – Hellmut Hattler hält stets eine sehr persönliche, ja fast familiäre Hand über seine Fangemeinde – sympathisch.

Dass der Ulmer sozusagen ganz nebenbei immer mal wieder dem „Bass Camp“ des deutschen Bassgitarrenherstellers Warwick als Lehrer im Rahmen einer jährlichen Schulungswoche zur Verfügung steht, sei da fast nur eine Fußnote, die jedoch sehr klar bebildert, dass Hellmut Hattler Musik – seine Musik – bis ins Mark lebt, zelebriert und enthusiastisch als Leidenschaft pflegt.

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Das Thema Hellmut Hattler weiter und en Detail zu verfolgen würde indes den Rahmen dieses ehrenwerten Magazins sprengen, weswegen wir uns nun auf seine neueste Kreation konzentrieren, sein neues HATTLER-Album mit dem treffsicheren Titel „Warhol Holidays“ (zum Titel selbst später im Interview mehr…).

Sängerin Fola Dada (auch und im besonderen über sie berichteten wie im SOUL TRAIN immer wieder) ist beim neuen HATTLER-Werk nur eines der tragkräftigen Elemente, die das Album regelrecht, aber bescheiden explodieren lassen – der bereits erwähnte Schlagzeuger Oli Rubow sowie Gitarrist Torsten de Winkel bilden weitere, wichtige Säulen von HATTLER: Knackige Bassläufe, innovative Klangkonzeptionen, ein stetiges, nie dominantes Grundgerüst aus Jazz-Ästhetik und einem voranschreitenden Groove – all das spiegelt die musikalische, kreative Vielfältigkeit Hellmut Hattlers als konzeptioneller Kopf hinter dem HATTLER-Bandprojekt beeindruckend und nachhaltig wider.

13 selbst produzierte Titel lang steckt bei „Warhol Holidays“ aber auch der textliche Inhalt der Songs im Getriebe, welches durch die lange Reihe an beeindruckenden Mitmusikern erst an Tiefe gewinnt: neben den bereits erwähnten Fola Dada, Oli Rubow und Ali Neander sind es hier unter anderem Schlagzeuger und Perkussionist Juergen Schlachter, Gitarrist Torsten de Winkel (der hier sogar die Sitar spielt) oder Keyboarder Martin Kaspar, um nur einige wenige zu nennen, die hier neben den offiziellen Albumgästen wie DJ Jondal oder der Perkussionsstreichelei von Biboul Darouiche das Salz in der engmaschigen Konzeptionierung des homogenen Albumsounds von „Warhol Holidays“ sind.

Musikalische Ethik, künstlerische Nachvollziehbarkeit, Wertigkeit und Nachhaltigkeit aber auch der Charakter und die Persönlichkeit von Musik (die mitgelieferte Presseinfo spricht in Zusammenhang mit den Inhalten des neuen Albums von „Beglückendes, Schmerzhaftes, Sehnsüchtiges, Witziges.“) sind dabei allesamt Themen, denen sich Hellmut Hattler, folgerichtig auch HATTLER, reflektierend entgegenwirft – ein Interview mit Hellmut Hattler ist stets ein persönliches und hintergründiges, aber mitnichten ein verkopftes, abstraktes oder eines ohne Bodenhaftung – Hellmut Hattler, Mensch.

Doch zurück zum neuen Album von Hellmut Hattler und seinem unter eigenem Namen HATTLER firmierenden Bandkonstrukt: Warum nun schließlich und endlich und folgerichtig trotz all dieser schieren und beeindruckenden Fakten „Warhol Holidays“ von HATTLER ein richtig unterhaltsames, ja fast leichtgewichtiges, sommerliches Album mit beinahe unschuldig wirkendem Vorwärtsgroove geworden ist, ist nur eine der vielen Fragen, die wir im exklusiven SOUL TRAIN-Interview mit Hellmut Hattler aufzuklären versuchen…

ST16_275_I_HELLMUTHATTLER-6_1708Michael Arens: „Du machst seit so vielen Jahren so viel unterschiedliche Projekte, zwischen Rock und Pop, zwischen Jazz und Soul, Live und im Studio, mir bleibt alleine bei der Recherche nach deinen Wirkungsfeldern die Puste weg, HATTLER, Siyou’n’Hell, Ali Neander, Fola Dada, und so weiter. Erzähl‘ mal…“

Hellmut Hattler: „Das sieht oft nur so aus, weil es schon so lange läuft. Ich mache ja jetzt seit über 40 Jahren Musik. Ich habe manchmal schon das Gefühl, dass ich ein unglaublich entspanntes, selbstverwaltetes Leben führe, und das auch genieße. Ich mache halt immer ein bisschen was…“

Michael Arens: „…und so kommt dir dann einfach mal der Gedanke, dass Du genug Ideen für, beispielsweise und in diesem Fall, ein neues HATTLER-Album hast, und das gehst Du dann an… korrekt?“

Hellmut Hattler: „Das ist ein ganz organischer Prozess. und liegt an meiner privaten Situation: Vor acht Jahren hat sich meine dritte Familie sozusagen aufgelöst, heißt: Ich habe hier ein großes Haus, in den ich alleine lebe, und manchmal komme ich von irgendwo zurück nach Hause und finde das total super. Ich gehe dann in den Garten oder so, aber da ist dann niemand. Aus dieser Situation heraus habe ich mich oft einfach an meinen Bass gesetzt und gespielt. Vermutlich hat es auch irgendwie mit dem Alter zu tun, dass man plötzlich so Bilder im Kopf kriegt. Das fühlt sich dann nach einer bestimmten Zeit an. Das nehme ich dann auf, oder eben auch nicht, dann kommt das nächste dazu, und irgendwann hast du 80 Dinge aufgenommen und dann sagst du dir, dass es so nicht weitergeht und machst dich ans sortieren.“

Michael Arens: „Wie funktioniert das?“

Hellmut Hattler: „Ich gehe spazieren, Kopfhörer auf, und los geht’s, drei, vier, fünf Tage lang, und so kristallisieren sich dann die Dinge heraus, die dich als Spieler aber auch als Hörer bewegen, faszinieren und inspirieren Und genau an dieser Stelle machst du dann weiter. Und so wächst das mit der Zeit, und irgendwann merkst du, dass da zwar noch nichts fertiges ist, aber dass es irgendwie Lust macht. Du bekommst ein gewisses Grundgefühl, und damit möchte ich was machen. Und irgendwann ist es soweit; du gehst ins Studio und spielst das einfach alles mal auf Band. Dieses mal lief aber noch einiges anders als sonst, wo ich nicht mit Programmierern zusammengearbeitet habe, die mir alles vorbereitet haben. Der Sound hat immer sofort gestimmt… Jetzt habe ich alles mit dem Bass gespielt und alles Schicht für Schicht aufgebaut, was natürlich extrem Zeitaufwändig ist, aber auch noch eine Entwicklung zulässt, denn auch an dieser Stelle ist noch nichts fertig, alles befindet sich noch im Fluss. Und dann pfeift man sich einfach ein paar Takte dazu und merkt, dass es das schon ist… Da mache ich mir dann auch schon so eine Art Skizzen, wie die einzelnen Songs heißen könnten… „Warhol Holidays“ (der Song, Anm. d. Verf.) oder „Love And Freedom (No Smiley)“ sind dabei ältere Songs, bei denen es ein gutes Jahr gedauert hat, die Idealstruktur für den Gesang zu finden. Da probiere ich dann immer ein wenig rum, was passt wohin und wo drauf, was klingt nicht zu doof.“

Michael Arens: „Auch der Albumtitel scheint mit dem Inhalt des neuen Albums zu korrespondieren, auch, wenn das vielleicht erst auf den zweiten, dritten Blick der Fall ist…“

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Aktuelles Album: HATTLER – Warhol Holidays (Bassball Recordings/36 Music/Broken Silence)

Hellmut Hattler: „Der Albumtitel dreht sich eigentlich so ein bisschen darum, dass es in einer Paarbeziehung einen Einschnitt gibt, etwa so, wie es beispielsweise in Zeitschriften ja schon mal so Fotos von Ermordeten mit der Bildunterschrift „Ein Bild aus glücklichen Zeiten“ gibt. Ein bisschen so ist es für mich auch bei „Warhol Holidays“. Man hat sich halt viel zu lange auf eine „alles easy, alles geht“-Ebene eingelassen und irgendwann passiert halt die Scheiße… Es wächst ein Gefühl für eine Zeit, die toll war. Dazu habe ich zu der Zeit ganz viel mit Überlappungen gearbeitet, was eine sehr technische Sache ist. Ich weiß nicht, ob das hier so relevant ist, aber zum Beispiel weißt du ja auch Textmässig von der Wechselwirkung „Gesellschaft“ und „Tanzmusik“, woraus dann der „Gesellschaftstanz“ wird, da sind einfach Worte übereinander gelegt. Würde man das nun bei „Warhol Holidays“ übereinander legen käme „War Holidays“ raus… Das kann man natürlich auf die reale Welt, auf Beziehungen, auf den Rosenkrieg beziehen… Aber das ist vermutlich schon fast zu analytisch. Wenn das Ding (das neue Album, Anm. d. Verf.) so nicht funktioniert, braucht man sich es eben auch nicht anhören…“

Michael Arens: „Deine Musik und ganz besonders jene von „Warhol Holidays“ ist eigentlich eine Gegensätzliche: Auf der einen Seite ist da dieser rollende, fast gefällige Groove und der Vibe, der einen mitreißt und von den souligen Elementen wie etwa den Stimmen unterfüttert wird, auf der anderen der im positiven Sinne hakelige, knackige Bass, der scheinbar gegen den Strich zu rollen scheint. Wie passt das zusammen?“

Hellmut Hattler: „Ich bin ein großer Freund der Vermischung des Erfahrenen. Auch, wenn ich mit irgendwelchen Laborratten arbeite, die Persönlichkeit mitbringen, und mir Beats anbringen, die ich schon 300 mal gehört habe, diese dann aber mit etwas anderem verbinde und zu neuem Leben und neuen Ebenen erwecke, dann ist es für jemand, der so etwas in dieser Konstellation noch nicht gehört hat oder nicht offen ist für neue Ebenen natürlich erst einmal eine Art Fremdkörper, sozusagen nichts Reinrassiges…“

Michael Arens: „…sondern was Vielschichtiges, zugleich sehr Sympathisches und Nachvollziehbares. Es ist schon komisch: Wir sprechen uns heute zum ersten mal, aber es scheint mir so, als kenne ich dich durch deine Musik, dein neues Album, schon sehr, sehr lange…“

ST16_275_I_HELLMUTHATTLER-3_1708Hellmut Hattler: „Ist es nicht toll, dass man sozusagen, wenn man aufrichtig ist und das ausdrückt, was man auszudrücken hat, Leute findet, mit denen man sich gut versteht?! Genau das bedeutet es für mich, Musik zu machen, es ist genau auf den Punkt. Ich habe aber auch erst neulich eine ganz schlimme Nachricht bekommen von einem alten Kraan-Fan der meinte, da höre er sich doch lieber die ersten beiden Kraan-Alben – die habe ich, glaube ich, schon seit 40 Jahren nicht mehr gehört (lacht) – als das neue Album „Warhol Holidays“ an, denn Andy Warhol war doch ein Arschloch und deshalb höre er sich lieber die alten Kraan-Alben an…“

Michael Arens: „Dann soll er das tun!“

Hellmut Hattler: „Exakt. Es gibt ja auch so viele Musikdarsteller, gerade auch im Jazz-Bereich, Jungs, die auch ordentlich studiert haben und wissen, wie das alles geht, und die machen dann ein Themen-Album, ein bisschen Rio, ein bisschen Havanna, ein bisschen die Musik der dreißiger Jahre und was weiß ich, und du weißt überhaupt nicht, wer das denn nun ist – was macht der, was will der…?! Musik eben, die gut funktioniert, wenn Gäste da sind, für den Hintergrund. Aber wer ist die Person dahinter, was will die, was macht die mit mir, und vor allen Dingen: „Was kann ich damit anfangen?“!“

Michael Arens: „Was unterscheidet HATTLER, die Band, von Hellmut Hattler, dem Musiker, oder von Kraan, Tab Two oder Siyou’n’Hell?“

Hellmut Hattler: „Dieses HATTLER-Projekt ist ja eigentlich gar kein Band-Projekt sondern ein rein persönliches Modell. Bei Kraan oder Siyou’n’Hell muss das alles angepasst werden, aber bei HATTLER nehme ich mir halt alle Freiheiten raus und muss immer Leute finden, die da mitziehen, und das ist auch ok.“

Michael Arens: „Als Mensch, der vom Soul kommt bin ich natürlich ganz oft neudeutsch geflasht von dem wunderbaren Gesang von beispielsweise Fola Dada. Faszinierender Weise sind es aber gerade die Instrumentale wie „Kraal Jam“, die eine ganz besondere Faszination auf mich ausüben…“

Hellmut Hattler: „Das ist gut. Erst gestern hat mir jemand vom SWR gesagt, dass sie Titel Nummer 10 vom Album spielen werden, was „Anything At All“ ist, der einzige Ausrutscher des Albums. Das ist mal wieder typisch; ein Song, den ich eigentlich nicht auf dem Album haben wollte, bis mich meine Kinder überzeugt haben, ihn doch mitzunehmen. Deswegen bin ich froh, dass es gerade dieser Song ist, der dir gefällt… (lacht)“

Michael Arens: „Man soll ja keine Vergleiche anstellen, aber manchmal hilft so ein Vergleich, Dinge, auch Gefühle, einzuordnen, und gerade dieses „Kraal Jam“ hat mich vom Sound her, aber auch von der Auffassung her, stark an Material von Gitarrist Ronny Jordan und an den Jazz Fusion-Vibraphonisten Andy Narell (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über beide) erinnert…“

Hellmut Hattler: „Aha, ja, das ist ja ganz oft so, dass aus unterschiedlichen Ecken des Planeten gute Leute, gute, gemeinsame Vergleiche, Ergebnisse ziehen, die dann ein guter Transformator sind. Das war zum Beispiel auch damals ganz extrem, als wir mit dem ersten Tab Two-Album angefangen sind, und damals gerade mal 1500 Einheiten verkauft haben, was seinerzeit nichts war. Beim zweiten Album war es noch schlimmer, bis dann plötzlich diese Miles Davis-Geschichte (der SOUL TRAIN berichtete, Anm. d. Verf.) raus kam und die deutschen plötzlich alle von dieser neuen Jazz- und Hip Hop-Verschmelzung, von dieser Miles Davis-Adaption, sprachen. Die schnellen Deutschen… dabei war das alles schon viel früher passiert. Dazwischen lag ein ganzes Jahr. Gerade die Deutschen denken allzu oft: Einer macht, und alle anderen machen nach.“

Michael Arens: „Das trifft aber leider nicht nur auf Musik zu, sondern lässt sich auch auf alle möglichen und unmöglichen anderen kulturellen und sozialen und leider auch politischen Themen und Meinungen umlegen: blinder Aktionismus.“

ST16_275_I_HELLMUTHATTLER-1_1708Hellmut Hattler: „Das Werk sollte sich eben selbst erklären. Oder es sollte ein bisschen eine zweite Ebene durchscheinen, bei der du denkst: „Ok, da hat sich jemand was bei gedacht, da hat jemand irgendwas im Sinn…“, es ist aber nicht plump genug, das jetzt Eins zu Eins auszudrücken, das finde ich auch toll. So unterscheidet sich dann auch ein Neuseeländischer oder ein Kanadischer Film von einer US-Serie…“

Michael Arens: „Individualität, Einzigartigkeit.“

Hellmut Hattler: „Ja, was gibt es besseres, als jemand, der einen eigenen Kopf, einen eigenen Style, einen eigenen Sound hat, und das zusammen könnte ja schon wieder was in Bewegung setzen. Genauso wie bei meinen neuen Songs, von denen ich oft denke, ob ich das so überhaupt machen kann. Aber dann gewöhne ich mich dran und baue auf dieser Gewöhnung auf. Schicht für Schicht kommt so immer etwas anderes zum Vorschein, was so vorher nicht da war, und genau das ist es doch, wie man etwas lernt, aber schau dir doch nur mal die heutigen Playlists an…“

Michael Arens: „Ein Trauerspiel!“

Hellmut Hattler: „Ich werde ja auch immer wieder gefragt, was ich denn gerade so für Musik höre, und ich sage dann immer, dass ich Zuhause gar keine Musik höre, da ich ja beim Produzieren usw. ständig Musik höre. Das unschuldige Hören von Musik haben wir in unseren Berufen ja längst verloren. Und: halbherzige Sachen gibt es genug!“

Michael Arens: „Ja, wie wahr, Schade, aber wahr.“

Hellmut Hattler: „Wir müssen die Dinge, mein neues Album, einfach so nehmen wie es ist. Und wenn es was bewirkt und jemandem gut tut, habe ich eigentlich schon alles erreicht, was ich wollte: Ein Angebot an eine kaputte Welt, eine verletzte Welt…“

Michael Arens: „Bevor wir uns zu sehr auf das Philosophieren verdingen noch eine nüchterne, sachliche Frage: Das der Musik angeglichene Layout deines neuen Albums (der CD) ist ebenso wie deine Musik, die Musik von „Warhol Holidays“, alles andere als halbherzig, sondern wirkt schon eher brisant…“

Hellmut Hattler: „Das ist total außerhalb meiner Kontrolle. Das macht ein Freund von mir aus New York. Dem sage ich, wie das Album heißen wird, dann bekommt er den Auftrag, ein Cover zu machen. Und das erste Cover, das er schickt, ist es dann. Das ist ein ganz hoher Respekt für seine Arbeit, seine Kreation, seine Kreativität. Manchmal schickt er den Entwurf noch in hell oder dunkel, obwohl das auch erst einmal passiert ist. Aber die Korrekturen beziehen sich dann immer rein auf inhaltliche Elemente, wo was hingehört, auf welcher Seite was stehen sollte und so. Ich stehe total drauf, mit Leuten zu arbeiten, die selbst denken. Ich sage meinen Kindern immer: „Selber denken macht schlau!““

© Michael Arens

Die Songtexte zu HATTLER – „Warhol Holidays“ gibt es hier:
www.bassball.net/shop/hattler/hattler-warhol-holidays/

Mehr über und zu Hellmut Hattler gibt es hier:
www.hellmut-hattler.de
www.bassball.net
www.facebook.com/HELLMUT.HATTLER?sk=wall

 

Hellmut Hattler Live!

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HATTLER (von links nach rechts): Oli Rubow (Schlagzeug), Torsten de Winkel (Gitarre), Fola Dada (Gesang) und Hellmut Hattler (Bass)

soultrainonline.de präsentiert:
HATTLER – „Warhol Holidays“-Tour 2016
29.09.2016 Reutlingen, Franz.K
01.10.2016 Olsberg, Linie 73
04.10.2016 Offenbach, Kulturzentrum Sandgasse
05.10.2016 Dinslaken, Walzwerk
06.10.2016 Münster, Hot Jazz Club
07.10.2016 Bielefeld, JazzClub
08.10.2016 Lingen, Grüner Jäger
09.10.2016 Neuss, Partytur
12.10.2016 Kassel, Schlachthof
13.10.2016 Halle/Saale, Objekt 5
14.10.2016 Dresden, Jazzclub Tonne
15.10.2016 Bad Salzungen, Pressenwerk
20.10.2016 Leverkusen, Scala
21.10.2016 Idstein, Scheuer
22.10.2016 Neu-Isenburg, Treffpunkt
26.10.2016 Bad Homburg v. d. Höhe, Jazzclub
28.10.2016 Radolfzell, Bökle
29.10.2016 Fürth, Kulturforum
09.03.2017 Amberg, Casino Saal
31.03.2017 Wangen, Jazzpoint
13.10.2017 Schorndorf, Jazzclub Session 88

Siyou’n’Hell feat. Siyou (Gesang) & Hellmut Hattler (Bass)
10.09.2016 Langenau, Pfleghof (Kulturnacht)
27.01.2017 Glems, Hirsch
24.03.2017 Weinstadt, 20. Jazztage
29.04.2017 Geislingen, Rätsche

Kraan
02.09.2016 Little Woodstock Festival (Steinberg-Deckenhardt im Max Braun Zentrum)

Alle Angaben sind ohne Gewähr!

 

VERLOSUNG!

ST16_275_I_HELLMUTHATTLER-5_1708Der SOUL TRAIN verlost 5 Exemplare von HATTLER – „Warhol Holidays“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „HATTLER“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

Mehr Infos zu unseren Verlosungen gibt es hier: SOUL TRAIN-FAQ