Buhai – Asphalt und Sand
ReviewVerlosung 22. Mai 2026 Michael Arens
Buhai – Asphalt und Sand (Waterfall Records)
“Asphalt und Sand” lautet der vieldeutige Titel des neuen Albums von Buhai, das eine ganze, teils faszinierende Reihe an musikalischen Farben unter einen glorreichen Groove-Teppich packt: Elektronisch getriebene Strukturen, Vorwärts-Groove, echte Electronica-Spitzen, Jazz-Ästhetik, Black Music-Aufstellung und deutschsprachige Retro-Wortklaubereien, die sich gemeinsam mit bunten, akkurat inszenierten, teils folkloristisch inspirierten Sound-Basteleien zu einem kompakten, immens unterhaltsamen und trotzdem hochintelligenten Bild zusammentun – Buhais „Asphalt und Stein“ packt zu, ohne dabei übergriffig zu werden und arbeitet mit spielerischer und Sangestechnischer Schönheit ebenso wie mit fliegendem, mitunter aber eben auch zurückgenommenem Instrumentarium.
Gerade der Umstand, dass der deutschsprachige, klare Gesang von Frontfrau Meryem Killiç und das zurückgenommene Instrumental-Bett von Dirk Häfner (Gitarre, Bass, Kompositionen), Michael Fromme (Schlagzeug, Kompositionen) und Markus Deuber (Tasten und Kompositionen) alias Buhai so gut als Einheit funktionieren, ist die vielleicht wichtigste Zutat im Gelingen des hervorragenden, unbedingt mit einem Alleinstellungsmerkmal gesegneten „Asphalt und Sand“ von Buhai, welches mit jedem Titel neue Facetten präsentiert und auch eine Pop-hafte Frische, friedfertige, feine Grooves und eine angenehme Unverbrauchtheit nach vorne spielt und dabei zugleich unglaubliche Bescheidenheit ausstrahlt – cool.
„Kraut-Pop“ nennt die Presseinfo dieses mattbunte Allerlei ganz vortrefflich und gibt dem Album und seinem Dutzend Songs (Vinyl-LP) eine Aufrichtigkeit und eine Berechtigung und Wahrhaftigkeit, dass es eine wahre Wonne ist, Buhai und ihr „Asphalt und Sand“-Konzeptalbum mit jedem Titel immer wieder neu zu entdecken.
Dass das Album auch textlich punkten kann sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt, sind es doch jene teils auch sphärischen, mitunter sogar etwas mystischen, vorsichtig experimentellen Instrumentarien, die hier die Spannungsträger bilden und gemeinsam mit der vortrefflichen, unglaublich achtsamen Stimme von Frontfrau Meryem Killiç eine richtig gute und wahrhaftig schöne Liedersammlung präsentieren, die noch lange nachschwingt und Hunger auf Mehr macht.
© Dominique Dombert-Pelletier
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Buhai – „Das Gefühl“ (Official Video):







