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The Hot Rhythm Ramblers –  The Hot Rhythm Ramblers The Hot Rhythm Ramblers –  The Hot Rhythm Ramblers
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The Hot Rhythm Ramblers – The Hot Rhythm Ramblers (Catty Town Records/Broken Silence) The Hot Rhythm Ramblers ist ein niederländisches Trio, dass so viel... The Hot Rhythm Ramblers –  The Hot Rhythm Ramblers

The Hot Rhythm Ramblers – The Hot Rhythm Ramblers (Catty Town Records/Broken Silence)

The Hot Rhythm Ramblers ist ein niederländisches Trio, dass so viel Authentizität und Gefühl in ihr Debütalbum gleichen Namens bringt, dass einem das breitentaugliche Grinsen vom ersten bis zum letzten Takt nicht mehr aus dem Gesicht zu ziehen ist.

ST17_104_R_HOTRHYTHMRAMBLERS_1704Huey Moor (Kontrabass und Gesang), Aram Stoop (Gitarre und Gesang) und Benny van Anrooy (Schlagzeug) alias The Hot Rhythm Ramblers leben den Genremix aus dem Swing der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre und reichern diesen mit charmanten Querverweisen auf Rockabilly, Dixieland, Ragtime, Rhythm and Blues und Country und allen machbaren, erdverbundenen, analogen Varianten des Americana-Lehrbuchs an und halten den Sound somit stets nach vorne gerichtet und trotz aller stilistischen Haken und Ösen leicht, unbeschwert und fluffig, ja fast unschuldig wie eine Wolke aus Frühling.

Ein Dutzend Titel lang (CD) wird jene gefühlte Leichtigkeit, zugleich spielerische Zielrichtung, zelebriert – sicher auch das Verdienst von Alex Hall, der das Album im legendären  Chicagoer Hi-Style Studio gemischt und gemastert hat (aufgenommen wurde das Set im Minimobile Studio im niederländischen Schipluiden).

Ein mehr als aussagekräftiges, haptisch und optisch hervorragend und nachhaltig gestaltetes Äußeres des Albums inklusive eines, typisch für das Soundgefühl, etwas entrückten Bandfotos (die drei mit Kleidung, Haarschnitt und Accessoires der Ära durchgestylten Rhythm Ramblers vor hypermoderner Architekturlandschaft) unterstreicht noch einmal den gefälligen, erstklassigen Gesamteindruck, den „The Hot Rhythm Ramblers“ des Trios gleichen Namens hinterlässt und so zugleich geradezu frohlockend in die Welt hinausschreit, dass Musik eigentlich gar keine stilistische Einnordung noch Einordnung braucht, um das Herz und, wie in diesem Fall, das (gerne herrlich altmodisch inspirierte) Tanzbein zu animieren – Bravo!

© Stephan Carl Blades