Smoove And Turrell – Soul Crossover Smoove And Turrell – Soul Crossover
Aktuelles Album: Smoove And Turrell – Mount Pleasant (Jalapeno Records/Groove Attack) Jonathan Scott Watson aus dem Nordosten Englands, der sich seit seinen Anfängen als... Smoove And Turrell – Soul Crossover

Aktuelles Album: Smoove And Turrell – Mount Pleasant (Jalapeno Records/Groove Attack)

Jonathan Scott Watson aus dem Nordosten Englands, der sich seit seinen Anfängen als DJ in den Neunziger Jahren Smoove nennt, suchte sich nach der Jahrtausendwende mit John Turrell einen, wie sich in der Folge herausstellen sollte, beständigen Co-Musiker und Gleichgesinnten in ihrer Leidenschaft für das Muttergenre Soul und alle beseelten Black Music-Verwandten und hob mit ihm die mittlerweile zum Black Music-Kult-Duo aufgestiegene Smoove And Turrell-Gemeinschaft aus der Taufe – der SOUL TRAIN berichtete immer wieder.

Smoove And Turrell (Band)

„Antique Soul“ lautete nach ersten Singles 2007 dann schließlich 2009 ihr erstes gemeinsames Album auf dem renommierten Jalapeno Records-Label, über das wir im SOUL TRAIN ebenfalls diverse male berichteten. Dass auch die folgenden Alben ebenfalls und folgerichtig bei Jalapeno Records erschienen, zeigt das organisch gewachsene und verwachsene Verständnis zwischen Smoove, Turrell und dem Label, das jenem „Antique Soul“ Smoove And Turrell-Alben wie „Eccentric Audio“ (2011), „Broken Toys“ (2014) und schließlich „Crown Posada“ aus dem Jahre 2016 folgen ließ.

Der musikalische Stil von Smoove And Turrell (auch Smoove & Turrell), die zu gleichen Teilen Songwriter und die Macher hinter den Reglern waren und sind, nährt sich dabei zugleich aus melodischem Soul, aus Funk und kantiger Hip Hop-Verzückung, aus kleinen, feinen Pop-Schweinereien oder gar aus den wuchtigen, kantigen Zügen des klassischen Rock, die allesamt in Gegenwart aber auch Vergangenheit gleichermaßen zu suchen und zu finden sind.

Zugleich ist es Smoove And Turrell auch auf Album Nummer Fünf auf Jalapeno Records, „Mount Pleasant“, am schieren Groove und Vibe gelegen, was dazu führt, dass durchweg Dancefloor-taugliche Rhythmen, die sich auch aus Vocal House nähren, immer wieder als roter Faden dienen, die überwiegend von John Turrell gesungene Songsammlung zu definieren, wie „SmooveJonathan Scott Watson uns im exklusiven SOUL TRAIN-Interview indirekt bestätigt: „Wir alle (Smoove And Turrell, die Band, Anm. d. Verf.) scheinen den gleichen eklektischen, musikalischen Hintergrund zu haben, der sich aus Vergangenheit und Gegenwart nährt und der Johns Stimme (John Turrell, Anm. d. Verf.) nutzt, alles fest zu verschnüren. Mein Hintergrund als DJ hat dabei in unseren Produktionen ja immer eine Rolle gespielt. So ist es auch beim neuen Album, der Produktion und dem Songgefühl. Mit unglaublichen Musikern gemeinsam Musik zu schreiben hat ebenfalls eine große Rolle in der Entstehung des neuen Albums gespielt. Mike Porter, unser Keyboarder, hat eine enorme Sammlung von Vintage Analog-Synthesizern, die eine Rolle auf vielen der Songs des neuen Albums gespielt haben. Unser Gitarrist Lloyd Wright hat einige fantastische Melodien, Riffs und Hooklines geschrieben und Oscar Cassidy einige wunderbare Drum Parts eingespielt; Andy Champion hat diverse beachtliche Bass Lines geschrieben sowie, teilweise, die musikalische Richtung des Albums mitbestimmt.“

Smoove And Turrell (Band)

Der Sound von Smoove And Turrell zeigt dabei durchweg wie bereits angedeutet auch retrospektive Elemente, die den Achtziger und Neunziger Jahren ebenso huldigen wie unzähligen Black Music-Subströmungen, sei es nun das Muttergenre Soul oder Funk, Jazz, elektronisch getriebene Club-Vibes und sogar Musik, die man eher dem so genannten Weltmusik-Genre zuordnen würde, solange eben der so typische Groove von Smoove And Turrell im Kern erhalten bleibt und sich weiterentwickelt, wie Smoove bestätigt: „Ich bin aufgewachsen mit dem Achtziger Jahre Boogie und mit Disco. Ich bewundere Produzenten wie Kashif, Carl McIntosh (Loose Ends, Anm. d. Verf.), Jimmy Jam & Terry Lewis oder Acts wie Skyy, Fatback oder Imagination… Später habe ich mich dann in Hip Hop verliebt, bei dem ich eine Obsession für Drum Breaks und Samples entwickelte, so dass dieser Sound in unserem ersten Album „Antique Soul“ zündete. Dieser Sound, diese Energie ist dann mit uns durch die Zeit gereist und durch unsere Alben und ist sozusagen erwachsen geworden.“

Dass der SOUL TRAIN unzählige male über alle vorab genannten, allesamt Ikonen des typischen Soul- und Souldisco und Boogiesoul-Sounds der Achtziger Jahre, berichtete, ist dabei ein unvermeidbarer Fakt, der die enge Verbindung des Sounds von Smoove And Turrell und den Idealen des SOUL TRAIN @ soultrainonline.de sehr schön und fast filigran nachzeichnet.

„Mount Pleasant“ ist zudem das zweite Album einer kleinen Trilogie, die seinen Anfang mit dem 2016-er „Crown Posada“-Set fand, und die jene vorab erwähnten Crossover-Stoßrichtung so mit anspruchsvollen Texten spickt (John Turrell: „Eine optimistische Sicht auf pessimistische Zeiten.“), dass sich tatsächlich innerhalb der Smoove And Turrell-Album-Folge eine vor allem in unteren Lage stattfindende Achse des souligen Crossover herauszukristallisieren scheint. Auch das ist kein Zufall. Smoove: „John (Turrell) kommt in der Regel mit einer funktionierenden Melodie und schreibt dann gemeinsam mit der Band die Texte. Manchmal funktioniert es aber auch umgekehrt, wo wir anderen dann einen funktionierenden Instrumentalteil präsentieren, bei dem dann John feststellt, dass er dazu bereits einen Text hat, der perfekt auf und in diese Idee passen würde. Es gibt kein festgelegtes Muster, nachdem wir arbeiten. Ein Smoove And Turrell-Song kann von jedem in der Band gezündet werden!“

Aktuelles Album: Smoove And Turrell – Mount Pleasant (Jalapeno Records/Groove Attack)

Auch die Co-Musiker und Gäste des neuen Albums „Mount Pleasant“ entsprechen dem bescheidenen, aber wirkungsvollen Habitus des Smoove And Turrell-Sounds: Keyboarder Mike Porter, Schlagzeuger Oscar Cassidy, Gitarrist Lloyd Wright oder Bassistenbank Andy Champion machen hier alles, dem sehr speziellen, wiedererkennbaren Mix von „Mount Pleasant“ von Smoove And Turrell angemessen und strahlend, aber nie Stilverzerrend zuzuarbeiten (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten).

Als Highlight stellt sich niemand geringeres als Soul-, Funk- und Bluesröhre Izo FitzRoy, ebenfalls keine Unbekannte in Deutschlands Soul Musik-Magazine Nummer 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de – auf „You’re Gone“ in den Sangestechnischen Dienst des S&T-Duos, welches mit „Mount Pleasant“ ein tatsächlich abendfüllendes, vielschichtiges und stilistisch grandios wechselhaftes Album abliefert. Jonathan Scott Watson alias Smoove über Izo FitzRoy: „Sie ist einfach wunderbar! Izo ist ebenfalls bei Jalapeno Records. Sie hat die perfekte Stimme, um Johns Stimmlagen zu komplettieren. Ich arbeitete damals eigentlich an einem Remix für Izo, und wir suchten gerade nach einem Duett-Partner für unser kommendes Album. Als wir also Izo zum ersten mal hörten, wussten wir beide, dass sie perfekt für dieses Duett ist!“

Dass dies eigentlich nur dazu führen kann, dass Smoove And Turrell auch weiterhin Alben auf ihrem Hauslabel Jalapeno Records veröffentlichen werden, und das nicht nur, um die angestrebte Trilogie zu vervollständigen, wird gerade Fans von S&T glücklich machen – warum etwas reparieren, was nicht kaputt bzw. kaputtzukriegen ist, um ganz tief zu stapeln. Smoove dazu: „Wir sind sehr glücklich mit Jalapeno Records. Das Label überlässt uns alles. Nachdem sie sich das Ergebnis angehört haben, schlagen sie üblicher Weise Dinge vor, welcher Track sich als Single eignen würde, und so weiter, und es sind meistens genau jene Songs, die wir auch schon im Hinterkopf haben. Ich finde, es ist großartig, ein Label im Rücken zu haben, das an dich glaubt und dir so erlaubt, deine Kreativität zu entfalten ohne dich unnötigem Druck auszusetzen, und dass sich darauf verlässt, dass du das Album an dem Tag ablieferst, an dem du es versprochen hast.“

Smoove And Turrell (v.l.n.r. John Turrell und Jonathan Scott „Smoove“ Watson)

Ein weiteres Highlight des neuen Albums von Smoove And Turrell, „Mount Pleasant“, dass seinen Namen übrigens von einem Ort hat, an dem John Turrell aufgewachsen ist und von dem der Song „A Deckham Love Song“ berichtet, dürfte neben der schieren Musik aber auch und einmal mehr und ganz typisch für Smoove And Turrell als auch für Jalapeno Records das retrospektive Cover-Artwork des neuen Albums, das selbstverständlich auch auf wunderbarem Vinyl erscheint, sein. „Johns Bruder Jimmy Turrell war für das Artwork verantwortlich“ erklärt Smoove und führt aus: „Er ist ein sehr talentierter Künstler, der bereits mit großen Musikern wie Beck zusammengearbeitet hat. Ihn an Bord zu haben ist ein echtes Privileg. Er hat klare Visionen, die er dem gesamten Thema anpasst. Die Bilder auf dem Cover repräsentieren die vier Elemente. Diese überlappen sich auf anderen Abbildungen und werden auf verschiedene Arten auf dem Cover und im gesamten Artwork des Albums verarbeitet.“

Wie lässt sich also das Duo- und Bandphänomen Smoove And Turrell sowie, möglicherweise zeitgleich und zu gleichen Teilen, das neue S&T-Album „Mount Pleasant“ zusammenfassen? Jonathan Scott „Smoove“ Watson bringt es mit vielen Worten als freie Assoziationskette auf den viel zitierten Punkt: „Politik, Spaß, Tanzen, Liebe, Schmerz, der Nordosten Englands und unsere (Smoove And Turrells) Wurzeln, Familie, Kampf, Hoffnung, DJing, Freundschaft, Platten, Auftritte und Party…“

© Michael Arens

VERLOSUNG!

Der SOUL TRAIN verlost 3 Exemplare von Smoove And Turrell – „Mount Pleasant“ (CD)!

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