Eleven76 – A Day Of Unrest
HOT TIPReview 23. Oktober 2026 Michael Arens
Eleven76 – A Day Of Unrest (Légère Recordings/Kudos Records/Zebralution/Broken Silence)
Selten wird mir meine Arbeit so einfach gemacht wie bei „A Day Of Unrest“, dem mittlerweile vierten Album von Paul Elliott (READ MORE) and Dan Smith alias Eleven76, über die der SOUL TRAIN @ soultrainonline.de bereits einige male berichtete und die seit rund zwei Dekaden hör- und spürbar gemeinsam Musik machen: „An Exciting Blend Between Library Music, Gritty Funk and Cinematic Grandeur” prangt als Sticker auf der Front des atmosphärisch gestalteten Vinyl-Longplayers und beschreibt die musikalische Reise des neuen Sets punktgenau.
Eigentlich wäre hier also meine Arbeit bereits ad acta gelegt, gäbe es da nicht diesen Ruf in mir, mich den vielen Lesern und damit Musikliebhabern dieser ehrenwerten Website (klingt fast altmodisch), sprich: all jenen, die der gleichen Musik erlegen sind wie ich, mitzuteilen: Das neue Eleven76-Album kann was, bestätigt die atmosphärische Dichte des sehr gelungenen Cover-Artworks von Luca Ponsato und zeigt, dass es eben dieses Kopfkino ist, welches bei richtig guter Musik, egal welcher stilistischen Couleur, die Triebfeder ist, ein geduldiges Zuhörer-Ohr vorausgesetzt, aus einem guten Album ein fantastisches zu machen.

SOUL TRAIN HOT TIP: Eleven76 – A Day Of Unrest (Légère Recordings/Kudos Records/Zebralution/Broken Silence)
“Space Voyage” (2018), “Occhio Occhio” (2022) und “Synchronization” (2023) waren Eleven76-Alben, auf welchem das Duo aus England seine Mitte suchte und fand und ein rundes Dutzend vermeintlich Black Music-Verwandter Musikströmungen wie Soul, Funk, Deep Funk, Easy Listening, Electronica, Filmmusik, Jazz, Krautrock oder Pop, um nur einige ganz wenige zu nennen, so raffiniert und nachdrücklich an einen Tisch mischte, dass sich etwas heutzutage eher seltenes herauskristallisierte: ein Alleinstellungsmerkmal, Groove in vielfältigsten Farben inklusive.
Raffiniert auf Vintage Equipment aufgenommen und in Personalunion konzipiert und produziert von dem zwei kongenialen Kontragroove-Chefs Paul Elliott und Dan Smith alias Eleven76, Multiinstrumentalisten, Produzenten und letztlich Beatbastler mit Herz und Seele sowie Haut und Haaren und beides gute alte Bekannte im SOUL TRAIN, erspielt das Set Spannungsbögen zwischen instrumentaler Vielfalt, Blaxploitation-Ästhetik und cooler Siebziger Jahre-Zelluloid-Bespaßung, wie wir sie etwa von althergebrachten Komponisten-Giganten wie etwa Dave Grusin, Michel Legrand oder Lalo Schifrin (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete bereits viele, viele male über alle genannten) kennen und lieben.
„A Day Of Unrest“ von Eleven76 macht dabei auch vor Dingen wie etwa dem schieren Surf-Sound der Sixties oder irrwitzigen Soundexperimenten, die avantgardistisch, kindlich verspielt und Mythenumringt gleichermaßen klingen und wirken, und so das Kopfkino während des Hörens zu einem echten Agententhriller mit allen notwendigen Höhen und strunzdüsteren Tiefen werden lässt, nicht halt, so das mir das Fazit kaum eine andere Wahl lässt, als „A Day Of Unrest“, übrigens ein sehr packender und passender Name für die Album-Unternehmung, von Eleven76 die SOUL TRAIN HOT TIP-Krone aufzusetzen.
„A Day Of Unrest“ von Eleven76, erschienen auf dem im SOUL TRAIN immens beliebten Légère Recordings-Label (READ MORE), ist über die üblichen Digital-, Download- und Streaming-Portale sowie als stimmungsvolle, dem Albuminhalt wunderbar entsprechende Vinyl-Variante erhältlich.
© Michael Arens








