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The Jazz Defenders – King Phoenix The Jazz Defenders – King Phoenix
The Jazz Defenders – King Phoenix (Haggis Records/Groove Attack) Nimmt man die schieren Fakten um das neue „King Phoenix“-Album von The Jazz Defenders wie... The Jazz Defenders – King Phoenix

The Jazz Defenders – King Phoenix (Haggis Records/Groove Attack)

Nimmt man die schieren Fakten um das neue „King Phoenix“-Album von The Jazz Defenders wie den eigenen Namen oder die Tatsache, dass das Set auf dem Haggis Horns-Label Haggis Records erschienen ist, ist es keine echte Überraschung mehr, dass hier der gut durchstrukturierte Jazz und vor allen Dingen das Soul- und Funk-Gefühl und der Fokus auf Boogiehafte Coolness mit retrospektivem Augenaufschlag trifft und so ein echtes Black Music-Feuerwerk entfesselt wird, das sich gewaschen hat (der SOUL TRAIN berichtete: READ MORE, READ MORE).

Mastermind, Pianist und Organist George Cooper, Will Harris (Bass), Ian Matthews (Schlagzeug), Nick Malcolm (Trompete und Flügelhorn) und Nicholas Dover (Saxofon) alias The Jazz Defenders haben ihren Mittelpunkt auch hier eigentlich in Bebop-Sphären und retrospektiver Jazz-Ästhetik, achten jedoch noch mehr als beim letzten Album „Scheming“ auf einen Vortrieb, der Soul-Boogie, Funk-Gewitztheit und Soundtrackhafte Blaxploitation-Spielereien als Vehikel nimmt, seine Seele und seinen musikalischen Mittelpunkt zu finden und freizuspielen: The Jazz Defenders finden hier hörbar zu sich und begrenzen den Rahmen des dem Bebop anhaftenden Freispiels und der Improvisationsliebe auf ein abwechslungsreiches Minimum, das „King Phoenix“ zu einem schlichtweg sehr unterhaltsamen Album werden lässt – Recht so.

Trotz oder auch gerade wegen dieses Schulterschlusses zwischen Jazz-Klangfarben, Soul-Strukturen und Funk-Freude ist und bleibt „King Phoenix“ von The Jazz Defenders ein schieres Jazz-Album, welches bescheiden aber trotzdem mit aller gebotenen Rafinesse Boogie-Coolness als Schmiermittel nimmt, seine eigene musikalische Duftmarke zu hinterlassen.

So überrascht es nicht, dass sich The Jazz Defenders mit Doc Brown und Herbal T (der SOUL TRAIN berichtete) sogar zwei erzinnovative Rapper geschnappt haben, dem Ganzen eine bewegte, kaum vorhersehbare und quicklebendige Attitüde zu geben, die sich gerade als Einheit, als komplettes Konzeptalbum, richtig gut macht – schöne Sache.

© Holger S. Jansen

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