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Nick Pride & The Pimptones – Go Deep Nick Pride & The Pimptones – Go Deep
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Nick Pride & The Pimptones – Go Deep (Légère Recordings/Kudos Records/Broken Silence/Zebralution) Oh wunderbarer Deep Funk. Nick Pride & The Pimptones sind so etwas... Nick Pride & The Pimptones – Go Deep

Nick Pride & The Pimptones – Go Deep (Légère Recordings/Kudos Records/Broken Silence/Zebralution)

Oh wunderbarer Deep Funk. Nick Pride & The Pimptones sind so etwas wie die Speerspitze und eine der verlässlichsten Band-Institutionen des umtriebigen, gerade mal wieder auf den absoluten Zenith hochgekochten Genres, welches seit nunmehr rund zwei Jahrzehnten Soul- und Funk-Ideale der Sechziger und frühen Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts energetisch und zwingend handgemacht – analog – bündelt (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über das umtriebige Genre als auch über Nick Pride: unter anderem ST#36, ST#63).

Nachdem die Band anfänglich einen Fokus auf instrumentale Schwerenöter-Funk-Anteile als V8-Aggregat anführte und pflegte, verlagerte sich das Gusto der Briten immer mehr in Richtung ganzheitlicher Deep Funk-Ausgewogenheit – einem Album-Konzept – welche nun mit der immens talentierten Sängerin Beth Macari eine wichtige, stützende Säule gefunden hat, den unwiderstehlichen und typischen Pimptones-Sound zu ankern.

ST16_205_R_NICKPRIDE_0306Selbstredend ist es dabei eben jener hitzige, schwerenötige, fast ständig nach vorne laufende, energetische Sound der Pimptones, der beim neuen Album mit dem bezeichnenden Titel „Go Deep“ für ein echtes Feuerwerk sorgt: Mastermind Nick Pride (Gitarre), Ian Paterson (Bass), Oscar Cassidy (Schlagzeug und Perkussion), Keith Nicholson (Trompete und Flügelhorn), Alex Saxon (Saxofon und Flöte) alias Nick Pride & The Pimptones inklusive Sue Ferrin (Saxofon), James Peacock (Keyboard) und Eliza Lawson (Background Vocals) verstehen ihr Deep Funk-Handwerk wunderbar erdig und warm: Jedes Album der Band klang und klingt immer selbstverständlicher und organischer – weitere Alben dürfen bitte in Vielzahl folgen.

„Go Deep“, das, selbstverständlich für das Genre als auch für die fulminant aufspielende Pimptones-Formation, auch auf Vinyl erscheint und im mitgelieferten Booklet die Texte anführt, ist ein tatsächliches Band-Album, welches durch das intensive, handgemachte Zuspiel und Zusammenspiel aller Beteiligten lebt, atmet, vibriert, was für Nick Pride nach eigener Bekundung eine Rückbesinnung auf seine Wurzeln ist: Die zehn Songs strahlen förmlich vor kompaktem Deep Funk und Deep Soul, vor adäquaten Spitzen aus seichtem Jazz, aber auch vor kratziger, fast respektloser Rockabilly-Attitüde.

Einmal mehr schrieb, komponierte, arrangierte, produzierte Deep Funk-Papa Nick Pride das Album praktisch im Alleingang, welches zwischen wenigen Balladen, zuckersüßen Midtempos und den überwiegenden Uptempos enorme Atmosphäre ausspielen kann, ohne, für Deep Funk keine Selbstverständlichkeit, Hektik auszustrahlen. Leider ist „schon“ nach zehn Titeln und dem fulminanten, Funkensprühenden „Nothin‘ But The Good Times“ Schluss – ich will mehr, mehr, mehr!

Seit zehn Jahren spielen Nick Pride & The Pimptons nun zusammen, was man dem neuen Werk „Go Deep“ in jedem Akkord anhört und vor allen Dingen, beim Deep Funk wohl so wichtig wie bei kaum einem anderen Musikgenre, anfühlt. Sogar die langsameren Töne des Sets wie etwa bei „Good Day“, dass mich in der Hookline und im Aufbau auf sehr charmante Art an „Feel Like Makin‘ Love“ von Roberta Flack (geschrieben von Eugene McDaniels, der SOUL TRAIN berichtete unzählige male) erinnert, tragen immens zum durchzugstarken Charakter eines der besten Deep Funk-Alben der letzten Zeit bei: Nick Pride & The Pimptones mit „Go Deep“ – SOUL TRAIN HOT TIP!

© Dr. Chuck

VERLOSUNG!

ST16_205_R_NICKPRIDE_0306Der SOUL TRAIN verlost 3 Exemplare von Nick Pride & The Pimptones – „Go Deep“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Deep“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

Mehr Infos zu unseren Verlosungen gibt es hier: SOUL TRAIN-FAQ