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Jamie Isaac – (04:30) Idler Jamie Isaac – (04:30) Idler
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Jamie Isaac – (04:30) Idler (Marathon Artists/AWAL Recordings/Kobalt Music Distribution/Rough Trade) Musik wie jene von Jamie Isaac aus Großbritannien bestätigt all jenen, für die... Jamie Isaac – (04:30) Idler

Jamie Isaac – (04:30) Idler (Marathon Artists/AWAL Recordings/Kobalt Music Distribution/Rough Trade)

Musik wie jene von Jamie Isaac aus Großbritannien bestätigt all jenen, für die zeitgenössische Black Music immer intelligenter wird, ihre Theorie mit Nachhall.

Bereits der zunächst mal verkopft erscheinende „Titel (04:30) Idler“ des UK-4.0-Soulers Jamie Isaac, über den wir im SOUL TRAIN bereits berichteten, unterstreicht diese unbedingte Vielschichtigkeit, die sich stilistisch aus Soul, den Neubewegungen des so genannten Nu Soul bzw- Neo Soul, aus Jazz und Pop und experimentellen, elektronischeren Musikavancen zusammensetzt.

Dieser unbedingte Wille zur Innovation und sogar zur Introvertiertheit reicht mitunter gar an experimentelle Musik, an Meditationsmusik, an elektronische Club Musik jeglicher Couleur, an instrumentale Avantgardeschichten und an Neo Folk, was mit ansteigender Uneingruppierbarkeit und Unbeschreiblichkeit seiner Musik ein Lächeln auf das Gesicht des Jamie Isaac zaubern dürfte – „(04:30) Idler“ funktioniert!

Dass das Album auch Black Music-Ästhetiken der Siebziger- und Achtziger Jahre verarbeitet, addiert zum hippen Habitus des Albums und der Person Jamie Isaac, den Jamie nach seinem Debütalbum „Couch Baby“ 2016 kontinuierlich ausgebaut hat und nun mit dem vertrackten, immer wieder Michael Franks-artig dahingehauchten „(04:30) Idler“ in ein Fundament gießt, das die Erwartungen an weitere Alben und Projekte Isaacs in unerwartete Höhen schraubt (der SOUL TRAIN berichtete unzählige male über den genialen Michael Franks).

Dass zwischenzeitlich immer mal wieder der Gedanke geschürt wird, dass es Jamie Isaac bei den elf Titeln des neuen Albums (CD – das Album erscheint selbstverständlich auch auf wunderbarem Vinyl), übrigens in Eigenregie geschrieben und produziert, etwas übertreibt und dem unbedingten Willen zum vielschichtigen, zwingend eleganten und intelligenten Sound die schiere Musikalität seiner Musik unterordnet, zwingt sich an bestimmten Ruhepunkten des Sets als Gedanke auf, sollte zugleich jedoch jeder für sich selbst bewerten – lohnen tut sich das neue Jamie Isaac-Album namens „(04:30) Idler“ jedenfalls allemal – spannende Sache.

© Lex

VERLOSUNG!

Der SOUL TRAIN verlost 5 Exemplare von Jamie Isaac – „(04:30) Idler“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Jamie“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

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