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GIG – Brave New World GIG – Brave New World
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GIG – Brave New World (GIG/Contante & Sonante) GIG sind die Initialen des Sängers, Singer/Songwriters und Pianisten Randy Goodrum, von Sänger, Songschreiber und Keyboarder... GIG – Brave New World

GIG – Brave New World (GIG/Contante & Sonante)

GIG sind die Initialen des Sängers, Singer/Songwriters und Pianisten Randy Goodrum, von Sänger, Songschreiber und Keyboarder Dave Innis sowie von Gitarrist und Texter Bruce Gaitsch, die sich unter dem GIG-Pseudonym zu einer Art Supergroup zusammengetan haben.

GIG – Brave New World (GIG/Contante & Sonante)

Retrospektive Rock- und Pop-Eleganz im Zeichen on Blue Eyed Soul, Boogie und dem AOR- und MOR-Rock-Songgefühl der US-Amerikanischen Bay Area sind dabei die stilistischen Fixpunkte, denen sich das Dreigestirn hingibt – „Brave New World“ lautet der Titel des ersten Albums dieser Zusammenkunft dreier Routiniers des US-Amerikanischen Popularmusik-Business, die in unterschiedlichen Kontexten bereits mit Mega-Acts wie Celine Dion, Madonna, Elton John, Anne Murray, Kenny Rogers oder Richard Marx kollaborierten (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten).

Die zwei US-Band-Giganten Chicago und Toto (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete) gehören dabei ebenfalls zur Liste von Künstlern und Bands, mit denen die drei, alleine oder gemeinsam, vor und hinter den Reglern oder der Bühne zusammenarbeiteten und seien an dieser Stelle erwähnt, den sehnsuchtsvollen, vollmundig-musikalischen Habitus von „Brand New World“ von GIG am treffendsten zu beschreiben, auch, wenn die orchestrale Fulminanz der zwei Superbands von GIG zugunsten einer sensiblen Sanftmut und spielerischen Ruhe ausgetauscht wurde.

Stilistisch angenehm unentschlossen verweigert sich GIGs „Brave New World“ von Anfang an einem konkreten Musikgenre und macht so seinen Zugang zur eigenen Musik, selbst geschrieben, arrangiert und produziert, zum Kern ihres Sounds, der von Pop und Rock über Jazz und Blues bis zum Great American Songbook und retrospektivem New Age-Einschlag bis, wie könnte das Fehlen, Ästhetiken aus Soul und Funk alles mit sich bringt, was in US-Amerikanischer Geschichte populärer Musik mit Melodie und Harmonie gearbeitet hat – wunderbar.

Was bleibt, ist, zu hoffen, dass nach dem denkwürdigen „Brave New World“-Album-Einstieg samt Titelgerechtem Artwork der Superband Randy Goodrum, Dave Innis und Bruce Gaitsch GIG – noch viele, viele weitere Alben folgen, die ebenso ihren ganz eigenen stilistischen Charakter ausspielen und zeigen, was passiert, wenn drei Vollblutmusiker ihre Köpfe und Talente zusammenstecken – mehr davon!

© Reiner Wohlmann