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Chrissie Hynde – Valve Bone Woe Chrissie Hynde – Valve Bone Woe
Chrissie Hynde with The Valve Bone Woe Ensemble – Valve Bone Woe (Chrissie Hynde/BMG Rights Management) Die Autokorrektur macht aus Chrissie Hynde zunächst mal... Chrissie Hynde – Valve Bone Woe

Chrissie Hynde with The Valve Bone Woe Ensemble – Valve Bone Woe (Chrissie Hynde/BMG Rights Management)

Die Autokorrektur macht aus Chrissie Hynde zunächst mal und charmanter Weise „Küss die Hand“, was so ziemlich meiner sehr subjektiven Grundeinstellung zu Christine „Chrissie“ Elaine Hynde aus Ohio entspricht.

Doch zum Thema. Chrissie Hynde ist der breiten Masse am besten geläufig als Stimme, Gitarristin und nicht zuletzt Frontfrau der großartigen und innovativen Rockband Pretenders, über die wir im SOUL TRAIN immer mal wieder berichteten. Kaum eine Sängerin im breiten Firmament zwischen Rock, Pop und irgendwie gearteter Black Music hat ein derart markantes Organ wie Frau Hynde. Doch nicht nur das schiere Organ von Chrissie Hynde ist eines ihrer größten Markenzeichen, sondern auch und im besonderen ihr organisch zähfließendes, zugleich wunderbar mit Ecken und Kanten versehenes Talent, ihrer Stimme eine wunderbare, in höchstem Masse wiedererkennbare Intonation mitzugeben.

SOUL TRAIN HOT TIP: Chrissie Hynde with The Valve Bone Woe Ensemble – Valve Bone Woe (Chrissie Hynde/BMG Rights Management)

Wahre Fans von Chrissie Hynde wissen zudem bereits seit vielen Jahren, dass sie neben ihren angestammten Gefilden aus Rock, Punk-Attitüde und Pop immer wieder auch ein zwinkerndes Auge in Richtung Black Music-Familie, sogar samt Dub-Affinität hatte und hat.

Wie sehr das zutrifft, zeigt Chrissie Hynde nun mit ihrem neuen Studioalbum „Valve Bone Woe“, das neben den eher gefühlten Elementen aus eben Rock, Rock n‘ Roll und Pop den Jazz an die vorderste Front schickt.

Glaubt man Chrissie Hynde, kommt diese Leidenschaft für Jazz von ihrem Bruder, der sie schon früh an das große Genre heranführte; aus dieser Verbindung stammt auch der Name der Album-Unternehmung, „Valve Bone Woe“, eine Variante der heute fast vergessenen Beatnik-Prosa.

„Valve Bone Woe“ wurde von niemand geringerem als Marius de Vries produziert, den aufmerksame SOUL TRAIN-Leser sicher aus seiner Arbeit für den Oscargekrönten „La La Land“-Filmklassiker kennen, der sich traut, sein eigenes Standbein und seine eigene Soundmarke ultraelegant auszuspielen und Chrissie Hynde erlaubt, mit ihrer markigen, Gänsehautprovozierenden Stimme das Ruder und das Zepter fest in der Hand zu halten.

Immerhin 14 Songs führt „Valve Bone Woe“ von Chrissie Hynde an, auch Rockgeschulte Ohren alleine aufgrund Hyndes latenter Punk-Intonierung erfolgreich und nachhaltig in die Welt des Jazz zu entführen.

Chrissie Hynde (Photo © Jill Furmanovsky)

Kleines und Großes aus Jazz und Exotica, auf jeden Fall bemerkenswertes Material von Giganten wie Frank Sinatra, Brian Wilson, Charles Mingus oder John Coltrane aber auch Rock-Perlen von Nick Drake oder Ray Davies oder den American Songbook-Giganten Rodgers & Hammerstein und Hoagy Carmichael sind das Vehikel, aus dem Chrissie Hynde ein extrem bemerkenswertes Album strickt, dass zu gleichen Teilen auch dem so genannten „Valve Bone Woe Ensemble“ geschuldet ist, dass den Vorgaben von Marius de Vries und Chrissie Hynde und dem Arrangement ein unglaublich vollmundiges, ultraelegantes, trotz aller Balladen abwechslungsreiches Jazz-Instrumentarium aufsetzt, dass sicher zum handwerklich besten gehört, was ich seit Monaten in der Redaktionsbeschallung zu hören bekam und bekomme – Brillanz und Eleganz sind hier die Zauberwörter, welche die überraschend stark in sich ruhenden Songs der Chrissie Hynde und ihrem „Valve Bone Woe“ wohl am besten beschreiben, immens ausdrucks- und charakterstarke, regelrecht himmlische Streicher inklusive.

Auch der Umstand, dass das individuelle, intelligente und schlichtweg wunderschöne „Valve Bone Woe“, das übrigens auch im Firmament von Groove und Vibe durchaus seine Momente hat („Absent Minded Me“ ist so ein Song…), als optisch und haptisch herausragende Vinyl-Variante erscheint, unterstreicht einmal mehr den tatsächlich musikalischen, leidenschaftlichen Habitus der charismatischen und gerne unvorhersehbaren Sängerin mit Rock- und Punk- bzw. Post Punk-Attitüde Chrissie Hynde sowie auch jenen ihres neuen, unglaublich gut dahinschimmernden Albums „Valve Bone Woe“ und ist somit einer de wohl individuellsten SOUL TRAIN HOT TIPs der letzten Jahre: „Valve Bone Woe“ – Chrissie Hynde Forever!

© Michael Arens

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Der SOUL TRAIN verlost 5 Exemplare von Chrissie Hynde – „Valve Bone Woe“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Chrissie“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

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