Boz Scaggs – Out Of The Blues Boz Scaggs – Out Of The Blues
4
Boz Scaggs – Out Of The Blues (Concord Music Group/Universal Music) Die Musikwelten des William Royce „Boz“ Scaggs, Jahrgang 1944 und seit einem halben... Boz Scaggs – Out Of The Blues

Boz Scaggs – Out Of The Blues (Concord Music Group/Universal Music)

Die Musikwelten des William Royce „Boz“ Scaggs, Jahrgang 1944 und seit einem halben Jahrhundert in den vielfältigsten Belangen des Black Music-, Jazz-, Blues-, Pop- und Rock-Kosmos unterwegs („Lowdown“ ist sein bisher größter Erfolg und gilt als seine inoffizielle Erkennungshymne, obgleich der Song sehr zartbesaitet und behutsam ist), beschreiben, oder, noch unmöglicher, vollumfänglich verstehen zu wollen, gleicht einem Unding – der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über Boz Scaggs.

Mit „Out Of The Blues“ gönnt sich der eigenwillige Tausendsassa nun ein Album, das bereits im Titel die Marschrichtung vorgibt. Dass Boz Scaggs in seiner Karriere bereits viele male mit Blues in Kontakt getreten ist, spielt dabei keine Rolle, ist doch auch hier, eben typisch Boz, alles nicht ganz so, wie es scheint: „Out Of The Blues“ arbeitet Scaggs-üblich mit Gitarrenriffs aus Rock, mit den Honky Tonks des Country & Western, mit feinfühligen Passagen aus Jazz, mit dem Boogie Woogie des Rock’n’Roll und der voluminösen Ehrfurcht des Soul – Boz Scaggs ist und bleibt halt Boz Scaggs.

Das selbstproduzierte Werk arbeitet mit Eigenkompositionen aus der Feder von Routinier Jack Walroth (der SOUL TRAIN berichtete) ebenso wie mit Cover-Versionen wie jene von Neil Youngs „On The Beach“ oder dem Jimmy McCracklin-Standard „I’ve Just Got To Know“ und kommt mit Gästen, die mit Tower Of Power-Bariton-Gott Stephen „Doc“ Kupka, Gitarrist Charlie Sexton oder Soul- und Boogie-Legende Ray Parker Jr. (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten) als Line Up der feuchte Traum eines jeden Rhythm and Blues-Fans sind und den Status des Boz Scaggs verdeutlichen, dessen wichtigster Charakterzug bis heute sein einzigartiges Organ ist, das man durchaus als individuell und angenehm anders bezeichnen darf.

Die mitgelieferte Presseinfo zitiert Scaggs, befragt nach dem schieren Stil seines neuen, fulminanten, intelligenten „Out Of The Blues“-Sets, übrigens und selbstverständlich auch auf Vinyl erhältlich, folgender maßen: „Ich bin ein Kind der Fünfziger und ich bin mit der Musik meiner Eltern aufgewachsen – die Sänger der Nachkriegszeit, die Hitparade im Fernsehen, die klassisch angehauchten Gershwin-Alben und Songs aus Musicals und Filmen. Dann kam Rock ins Radio, Elvis, Fats Domino, Chuck Berry und Little Richard (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten, Anm. d. Red.), Sender aus Nashville und Chicago, die man kaum empfangen konnte, und Doo Wop von der Ostküste. All die Sterne am musikalischen Firmament, unter dem meine Generation groß geworden ist. Weil ich im Südwesten aufgewachsen bin, habe ich auch all das wilde Zeug aus Südtexas und Louisiana gehört, das ganz anders war als die Musik, die die Backfische in anderen Gegenden damals kannten. Diese Alben sind eine Erkundung dieser frühen Einflüsse, gefiltert durch verschiedene Lebensabschnitte.“ Dem braucht man sicher kaum noch etwas zuzufügen, vielleicht und höchstens noch das: Boz Scaggs bleibt sich und seiner undurchdringlichen, immens charmanten, aneckenden und ankantenden, mannigfaltigen und stets musikalisch wertvollen, handgemachten Linie treu und legt mit „Out Of The Blues“ ein echtes Brett an Album hin.

© Michael Arens

VERLOSUNG!

Der SOUL TRAIN verlost 5 Exemplare von Boz Scaggs – „Out Of The Blues“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Boz“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

Mehr Infos zu unseren Verlosungen gibt es hier: SOUL TRAIN-FAQ