Robert Unterköfler – Rote Welt #2
Review 23. Oktober 2026 Michael Arens
Robert Unterköfler – Rote Welt #2 (Rote Welt Records)
Saxofonist, Flötist und Komponist Robert Unterköfler steht nicht zum ersten Mal im Fokus des SOUL TRAIN @soultrainonline.de (READ MORE).
Mit „Rote Welt #2“ stellt der Vollblutmusiker nun sein neues Album vor, welches ganz tief in die zeitgenössischen Jazz-Sphären eintaucht und experimentelle Sounds jenen des Bebop oder des Modern Jazz oder avantgardistischer Gedankenzüge an die Seite stellt.
Anflüge von Melodieführung, Harmonielehre und schließlich verjazzter, fast klassischer Musikstruktur sind das Salz in der achtsam gewürzten „Rote Welt #2“-Albumsuppe von Robert Unterköfler, die nicht nur für Kenner klassischer Jazz-Zeichnung überaus genießbar, aber auch alles andere als oberflächlich ist.
Intensives Spiel und die Genialität jenes einen Momentes, jener einen Momentaufnahme im Studio sind das Lebenselixier, aus dem Robert Unterköfler und seine Band, bestehend aus Nina Feldgrill (Bass – ebenfalls keine Unbekannte im SOUL TRAIN), Ivar Roban Križić (Kontrabass), Kenji Herbert (Gitarre), Tobias Meissl (Vibraphon) sowie und nicht zuletzt Schlagzeuger Valentin Duit, die lautmalerische, künstlerische und nicht zuletzt musikalische Magie von „Rote Welt #2“ aus der Asche heben.
Zugleich klingt das Werk in sich ruhend, intim, intensiv, sodass es trotz aller, gerade für das ungeschulte Ohr, notwendigen Kopflastigkeit eine erstaunliche Kurzweil an den Tag legt, die aus dem neuen Werk von Robert Unterköfler ein durchweg gelungenes, sympathisches, zeitgenössisches Jazz-Bildnis werden lässt, dem man durchaus mehrfaches Hören angedeihen lassen sollte.
Die 13 Songs von „Rote Welt #2“ (CD) sind dabei alles andere als anspruchslos, erfüllen alle Ansprüche von kultiviertem und akkurat durcharrangiertem, zeitgenössischem Jazz und lassen auch und dankbarer Weise eine Leidenschaft für Musik mit eigenem Standing, einer eigenen Handschrift durchblicken *- Recht so.
Die Eigenkompositionen und Improvisationen namens „Rote Welt #2“ von Robert Unterköfler sind ein intensiver, aufrechter, zugleich introvertierter, spielerisch anspruchsvoller Exkurs durch die verspielteren, freigeistlicheren Seiten des zeitgenössischen Jazz-Genres und lassen noch auf viele weitere Projekte des Saxofonisten hoffen.
© Gregor Poschoreck








