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Various – Praise Poems Volume 8 Various – Praise Poems Volume 8
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Various – Praise Poems – Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s (Tramp Records/Kudos Records/Groove Attack) Auch... Various – Praise Poems Volume 8

Various – Praise Poems – Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s (Tramp Records/Kudos Records/Groove Attack)

Auch die neueste, mittlerweile achte Folge der im SOUL TRAIN @ soultrainonline.de immens beliebten Praise Poems-Reihe auf Tramp Records kommt mit dem bereits Genrerichtungsgebenden „A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s“-Untertitel und kürt die Ankündigung noch mit einem Sticker, der den Inhalt ganz sachlich mit „19 hopelessly obscure jazz, soul & folk from between 1967 and 1980“ (Vinyl-LP), was zusammen bereits ziemlich gut das Kopfkino in die richtige Richtung drückt, aus Praise Poems – Volume 8″ einen Hochgenuss für alle Freunde und Fans von „Soul, Funk, Jazz & Urban Grooves“, dem Motto des SOUL TRAIN, werden zu lassen (READ MORE).

Was uns die achte „Praise Poems„-Folge hier bietet, ist dabei das vielleicht coolste, was die Serie bis dato hervorgebracht hat: Jeder Track ist ein unbewusst und vielleicht sogar ungewollt stylisher Song, der tatsächlich all jene stilistischen Gefilde des Untertitels intelligent und hinreißend charmant miteinander verquickt , Lückenfüller Fehlanzeige.

Besonders gelungen ist Praise Poems – Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s“ immer dann, wenn sich sogar Elemente aus Exotica und dem, was wir heute als Easy Listening wahrnehmen, treffen, das stellt bereits der erste Track des Albums, „A Perfect Day“ von Bobby Cole, sicher.

SOUL TRAIN HOT TIP: Various – Praise Poems – Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s (Tramp Records/Kudos Records/Groove Attack)

In der stilistischen Grundstimmung und im Fluss sowie im Tempo sehr abwechslungsreich gehalten ist die Klangfarbe von Praise Poems Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s“ hier eine, die mit jedem Song neu einen kleinen, aber feinen, ja sogar feisten Aha-Effekt hervorruft, der einen als Freund vornehmlich unbekannterer Black Music des letzten Jahrhunderts ein kleines, aber unentwegtes und aufrichtiges Dauergrinsen ins Gesicht zeichnet.

Harve and Charee, Penn Central, Ladykiller, Gemini, Fang Buzbee & Sutton, Portraits In Sound („It’s Time For Music“, das mich unmittelbar an Burt Bacharachs unverwüstlichen, traumhaft schönen Klassiker „South American Getaway“ vom „Butch Cassidy & The Sundance Kid“-Soundtrack erinnert – da passt dann auch wieder das Cover-Artwork, Fans des Film-Meisterwerkes mit Paul Newman und Robert Redford werden den Querverweis verstehen), David White, The Menagerie, Kris ’n Dale, Klaas Craats Six, Hans Hass (mit dem hinreißenden „Welche Farbe hat der Wind“, das mich auf schräge, aber fast kuschelige Art an Gilbert O’Sullivans „Matrimony“ erinnert) oder Allison & Shaffer mit dem sagenhaft coolen, in flüssigem Funk lebenden „Moon Madness“ sind dabei nur einige der gefeaturten Künstler der Über-Kompilation, die neben den üblichen Digital- und Streaming-Kanälen auch auf elegantem Doppel-Vinyl inklusive ausführlichen Liner Notes samt Daten, Fakten und Fotos sowie auf dem wieder erstarkten CD-Format erhältlich ist – Recht so.

Wer stilistisch auf schieren, erdigen, griffigen und groben, aber stets authentisch inszenierten Soul und Funk, auf Jazz in vielen Farben auf Boogie, auf Rare Groove, Rhythm and Blues, auf Discosoul, und Soulpop der Ära Seventies, auf Blaxploitation und kultige, sehr charmante Jazz- und Soundtrack-Plastik-Sounds oder Folk-Konstrukte mit Groove und Rhythmus, aber auch auf AOR und sogar Yacht Rock mit psychedelischem Kontext steht, wird mit Praise Poems Volume 8 – A Journey Into Deep, Soulful Jazz & Funk From The 1970s“ bereits sein Lieblingsalbum des noch jungen Jahres 2022 gefunden haben – SOUL TRAIN HOT TIP!

© Michael Arens