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Tora – Take A Rest Tora – Take A Rest
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Tora – Take A Rest (Tora Music/Eighty Days Records/GoodToGo) Im australischen Byron Bay formierte sich 2013 die Tora-Band, die nun mit „Take A Rest“... Tora – Take A Rest

Tora – Take A Rest (Tora Music/Eighty Days Records/GoodToGo)

Im australischen Byron Bay formierte sich 2013 die Tora-Band, die nun mit „Take A Rest“ ein beeindruckendes Debütalbum vorlegt (der SOUL TRAIN berichtete).

ST17_187_R_TORA_0706Tora sind Thorne Davis (Schlagzeug), Shaun Johnston (Bass und Gitarre), Jo Loewenthal (Lead Vocals, Gitarre), Jai Piccone (Gesang und Gitarre) sowie Tobias Tunis-Plant (Gesang und Keys) und begeisterten bisher mit Live-Gigs und diversen Singles und EPs, welche nun im ersten abendfüllenden Longplayer gipfeln.

Cooler Soul-Gesang erster Güteklasse, knochentrockene Beats in bester Fun- und Electronica- und House-Manier, Sphären und drückende Flächen sowie ungeheure Durchzugskraft machen die Vibes des Albums, machen „Take A Rest“ zu einem echten Ereignis, bei dem man gerne und bei respektvoller Verneigung vor dem Über-Album Vergleiche zu Little Dragon, Toro Y Moi oder Vikter Duplaix (der SOUL TRAIN berichtete über alle genannten) ziehen darf und soll.

Das schiere produktionstechnische Volumen des Albums beeindruckt darüber hinaus und nötigt einen förmlich, die Lautstärke massiv nach oben zu regeln: Tora gehen mit „Take A Rest“ durch Mark und Bein.

Dass zwischendurch, freilich oft mehr gefühlt denn durch die Musik selbst Zutage gefördert, immer mal wieder ein kleines Schäuflein weniger Experimentierfreude hätte Akzente setzen können, sei hier nur am Rande erwähnt.

Wer auf leicht unterkühlte, ultracoole Black Music-Beats zwischen Electronica, Chill und Lounge, Hip Hop-Attitüde, Soul und Funk und vertrackte Beatbastel-Gehirnwäsche steht, wird sich bei Tora und ihrem, ich sagte es Eingangs bereits, beeindruckenden Debütalbum „Take A Rest“ pudelwohl fühlen – Cool!

© Michael Arens