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Tibor Eichinger & Stefan Varga – Brothers in Art Tibor Eichinger & Stefan Varga – Brothers in Art
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Tibor Eichinger & Stefan Varga – Brothers in Art (JazzSick Records/In-Akustik) Überraschend gut strukturiert und mit spielerischer Sommerfrische bestückt beginnt „Brothers in Art“, das... Tibor Eichinger & Stefan Varga – Brothers in Art

Tibor Eichinger & Stefan Varga – Brothers in Art (JazzSick Records/In-Akustik)

Überraschend gut strukturiert und mit spielerischer Sommerfrische bestückt beginnt „Brothers in Art“, das mittlerweile vierte gemeinsame Album des deutsch-ungarischen Gitarrenduos Tibor Eichinger und Stefan Varga.

Das von den zwei Hauptprotagonisten selbst geschriebene und selbst produzierte Werk kann sein eigenes Versprechen aus dem erwähnten Albumopener „Az új élet himnusza“ auch in den immerhin 16 Folgesongs durchweg halten: Unterhaltsamer war zeitgenössische Gitarrenakustik im Genrerahmen von Jazz und E-Musik selten.

ST16_164_R_TIBOREICHINGERSTEFANVARGA_1505Schlagzeuger Zsolt Madai und István Megyaszay am Bass helfen dabei, den Sound des Duos zu elektrisieren und lebendig zu halten und addieren sogar ein fließendes Gefühl von Boogie, Soul und lebendiger, kalifornischer New Age-Romantik, welches das Album immer wieder regelrecht strahlen lässt und es so – gerade für ein Jazz-Album ungewöhnlich – sagenhaft gefällig macht.

Jazz Fusion und ehrfürchtige Rock Jazz- und sogar Krautrock-Momente sowie das Anliegen von Ethno-Zeichnung und zumindest Ansatzweise dem so populärem Balkan Beat spielen hier neben dem dahingleitenden, fröhlich flimmernden Mainstream Jazz eine weitere wichtige Rolle, dem Kind einen Charakter zu geben; und genau das gelingt allen Mitstreitern von „Brothers in Art“ mit gefühlter Leichtfüßigkeit und einem spielerischen Stolz, der es letztlich egal macht, in welchem Genre man denn nun das schlicht wunderbare Album von Tibor Eichinger & Stefan Varga einzuordnen hat.

„Brothers in Art“ von Tibor Eichinger & Stefan Varga überrascht mit unaufdringlichem, kinderleicht zu hörendem Groove, der mitreißt und zugleich musikalisch pointiert einsinkt – eine Kombination, die überzeugt.

© Holger S. Jansen