t.ziana – Soul Sides t.ziana – Soul Sides
3.5
t.ziana – Soul Sides (t.ziana) Tiziana Moi ist Sängerin und Namensgeberin des Kölner Bandprojektes t.ziana. Geboren im italienischen Turin machte Moi mit ihrer Band... t.ziana – Soul Sides

t.ziana – Soul Sides (t.ziana)

Tiziana Moi ist Sängerin und Namensgeberin des Kölner Bandprojektes t.ziana.

Geboren im italienischen Turin machte Moi mit ihrer Band Violet Radio, mit der sie beim „Deutschen Rock und Pop-Preis 2012“ auf den zweiten Platz gewählt wurde, sowie mit dem Electro-Pop Projekt CleinCram bereits vor einigen Jahren von sich reden.

Ihre neueste Albumkreation „Soul Sides“ konzentriert sich, der Titel lässt grüssen, auf Soul und Funk aber auch auf Pop-Elemente und lagert seine Beats und Rhythmen im Midtempo-Bereich und zeigt eine Affinität zu Soul-Strukturen der Achtziger und Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts, was dem Sound der zehn Titel des Longplayers eine sympathische Attitüde gibt, die immer wieder bewusst altmodisch und damit charmant klingt.

Nach eigenen Worten hat sich Tiziana von Bands wie Incognito und Sängerinnen wie Lianne La Havas (der SOUL TRAIN berichtete zigfach über beide) inspirieren lassen, was man durchaus und immer mal wieder hören kann: der Groove ist t.ziana ebenso wichtig wie eine stimmliche Sensibilität, der Soul und Funk genauso steht wie Pop, Folk und die Klarheit von Vocal Jazz.

Selbst geschrieben und produziert und aufgenommen im letzten Jahr in Köln macht t.zianas „Soul Sides“ gerade als mehr oder weniger im Alleingang konstruiertes Konzeptalbum eine gute Figur. Dass der Sound des Sets nicht perfekt und damit überproduziert ist, addiert zum Charme und zur Nachvollziehbarkeit und zur analogen Anmutung der Songkollektion, der man es durchaus gönnt, dass nachwievor viel Raum nach oben gelassen wurde.

Mal schauen, wohin Tiziana Moi ihr t.ziana-Projekt noch alles bringt und singt. Bis hierhin hat die Sängerin und Songschreiberin jedenfalls alles richtig gemacht und solides Black Music-Entertainment ohne Wenn und Aber abgeliefert.

© Holger S. Jansen