soultrain online.de - Soul, Funk, Jazz & Urban Grooves
soultrainonline.de präsentiert: Sam Cooke – „Lady You Shot Me – Leben und Tod eines Soul-Stars“ – Brisantes Biopic über den King Of Soul jetzt auf ARTE! soultrainonline.de präsentiert: Sam Cooke – „Lady You Shot Me – Leben und Tod eines Soul-Stars“ – Brisantes Biopic über den King Of Soul jetzt auf ARTE!
Aktuelles Album: Sam Cooke – Win Your Love For Me – 60 Original Recordings – The Complete Singles (A & B Sides), 1956-1962 –... soultrainonline.de präsentiert: Sam Cooke – „Lady You Shot Me – Leben und Tod eines Soul-Stars“ – Brisantes Biopic über den King Of Soul jetzt auf ARTE!

Aktuelles Album: Sam Cooke – Win Your Love For Me – 60 Original Recordings – The Complete Singles (A & B Sides), 1956-1962 – The Remastered Edition (Soul Jam Records/In-Akustik)

Jedes Musikgenre, von Pop und Rock über Jazz und Blues bis Country, Hip Hop und selbstverständlich klassischer Musik hat seine Idole und Ikonen, jene Künstler, Erscheinungen, Giganten, welche den Charakter und den Sound und den Verlauf des jeweiligen Musikgenres sowie letztlich den Verlauf von Musik überhaupt maßgeblich beeinflussen bzw. beeinflussten.

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-9_0205

Aktuelles Album: Sam Cooke – Win Your Love For Me – 60 Original Recordings – The Complete Singles (A & B Sides), 1956-1962 – The Remastered Edition (Soul Jam Records/In-Akustik)

Im Muttergenre Soul gehört neben, in keiner bestimmten Reihenfolge, Ray Charles, Marvin Gaye, Stevie Wonder, Otis Redding, James Brown, Nat King Cole, Donny Hathaway, Curtis Mayfield, Isaac Hayes, Al Green und einigen sehr wenigen anderen Sam Cooke insbesondere aufgrund seiner mattseidenen, schier unglaublich schönen Stimme zur unumstößlichen Speerspitze des Soul, des Rhythm and Blues und des so genannten Black- und Urban Music-Genres überhaupt; für viele gilt Sam Cookes seidige, unnachahmliche Stimme sogar als beste Stimme, die Soul und die so genannte populäre Musik überhaupt hervorgebracht hat – der SOUL TRAIN berichtet praktisch unaufhörlich über alle in diesem Abschnitt genannten.

Unvergessen sind Cookes bis heute unumstößlichen Megahits für die Soul-Ewigkeit von „Wonderful World“ und „Chain Gang“ über „Only Sixteen“ und „You Send Me“ bis zu „Another Saturday Night“, „Cupid“ oder „Twistin‘ The Night Away“, um nur einige ganz wenige zu nennen.

„A Change Is Gonna Come“, vermutlich sein größter und nachhaltigster Song aus dem Soul-Olymp, und seit je her eine der nachhaltigsten, wegbegleitenden Soul-Perlen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die unter anderem von Martin Luther King, Malcolm X und Boxer-Gott Muhammad Ali (der SOUL TRAIN berichtete) angeführt wurde, wurde in der geschichtlichen Folge sogar, viele Jahre nach Sam Cookes plötzlichen, mysteriösen Tod 1964 (dazu später mehr) zur Hymne der Präsidentschaftskandidatur und schließlich zur musikalischen Untermauerung der Wahl von Barack Obama zum US-Amerikanischen Staatsoberhaupt.

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-4_0205Einige jener Hits finden sich derzeit auch auf der auf Soul Jam Records (in Deutschland vertrieben über In-Akustik – der SOUL TRAIN berichtete) erschienenen Doppel-CD-Kompilation „Win Your Love For Me“ wieder, welche bereits im Untertitel verrät, wo die inhaltliche Reise hingeht: „60 Original Recordings – The Complete Singles (A & B Sides), 1956-1962“.

Die im Zuge der „Remastered Edition“-Reihe herausgebrachte Über-Kompilation ist, im technisch aufbereiteten Sound, eben nicht nur eine weitere in der schier endlosen Abfolge von Sam Cooke-Kompilationen sondern nimmt sich liebevoll Zeit, die Geschichte hinter Cooke zu bebildern: Das mitgelieferte Booklet (CD) offeriert neben umfangreichen, liebevoll verfassten Liner Notes von, einmal mehr, Gary Blailock (der SOUL TRAIN berichtete) auch unzähliges Bildmaterial, die leider viel zu kurze Geschichte des Sam Cooke zu bebildern.

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-3_0205Zwischen 1957 und 1964 hatte der so genannte King Of Soul so sagenhafte 30 Hits in den US Top 40 – bis heute eine Bestmarke, die einem den Atem raubt und zeigt, wie zielstrebig Cooke, der seine Karriere in unterschiedlichsten Rollen als Gospel- und Doo Wop-Sänger, darunter einer mehrjährigen, immens erfolgreichen Periode als Frontmann der Soul Stirrers (der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über Sam Cooke & The Soul Stirrers) begann, seine Karriere anging und in der Folge auch als Geschäftsmann, dem die Entwicklung seiner eigene Plattenfirma am Herzen lag und dem die Entdeckung, Förderung und Produktion anderer Sänger und Künstler alles bedeutete, große Energien freisetzte.

Doch damit noch immer nicht genug der Geschichte und der Superlative sowie letztlich der Musik und der Soul-Magie des Sam Cooke, dem wir uns im SOUL TRAIN sozusagen unermüdlich widmen, und über den der große und ebenfalls unvergessene Jerry Wexler, eine der legendärsten und sicher bedeutendsten Persönlichkeiten in Sachen Soul und populärer Musik überhaupt, sagte, er sei „der beste Sänger, der jemals lebte“, doch der Reihe nach: Sam Cooke wurde am 22. Januar 1931 als fünftes von acht Kindern eines Pfarrers (ein „Minister“) in Clarksdale, Mississippi, als Samuel Cook (das „e“ kam erst später durch eigene Hand hinzu) geboren und wurde unter bis heute nie geklärten Umständen am 11. Dezember 1964, auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere, im Alter von gerade mal 33 Jahren als einer der kreativsten Songschreiber, Sänger, Produzenten und Pop-Idole, von Bertha Franklin, Managerin des Hacienda Motels in Los Angeles, Kalifornien, erschossen, zumindest, wenn man der offiziellen Version glauben schenken möchte.

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-2_0205„Sam Cooke – Leben und Tod eines Soul-Stars“ ist nun eine 93 Minuten lange, autobiografisch geprägte, hinterfragende und fraglos packende und trotz der abendfüllenden Länge viel zu kurze TV-Dokumentation, die Freitag, den 5. Mai 2017 um 21.45 Uhr auf ARTE ihre Premiere feiert(e) und eben genau an dieser Stelle nachhakt und ausgiebig das Wieso, Warum und Weshalb zu Sam Cooke und dessen einmaliger Karriere sowie insbesondere zu seinem bis heute absolut mysteriösen und nie wirklich schlüssig aufgeklärten Tod ausleuchtet.

Das intensive und fesselnde, zugleich überraschend unterhaltsame Biopic bietet sogar mögliche Versionen, Varianten und Theorien, sowie, Donald Trump aufgepasst, „alternative Fakten“ an, die anregen, sich seine eigene Konklusion zum Tod des so genannten King Of Soul Sam Cooke zu machen oder dessen Tod doch zumindest möglichst Vorurteilsfrei zu diskutieren.

„Lady You Shot Me – Life and Death of Sam Cooke“, so der Original-Titel der ZDF/ARTE-Dokumentation aus der Feder von Regisseur David Czarnetzki, eben ein klassisches Biopic, übrigens benannt nach den angeblichen letzten Worten des Superstars, enthüllt mit wunderbar ausgewogener Achtsamkeit, die der Doku einen sehr ruhigen, schlüssigen Fluss aber auch einen langsam aufbauenden Spannungsbogen gibt, dass sogar bzw. insbesondere, um nur eine Variante anzubieten, Sam Cookes Manager, der berüchtigte Allen Klein, mit finanziellen Machenschaften in den Tod Cookes verwickelt sein könnte – jeder sollte diesen Teil der Geschichte nach dem Studium der exzellenten Dokumentation selbst erneut oder eben gänzlich neu bewerten.

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-5_0205

Sam Cooke (rechts) mit Muhammad „The Greatest“ Ali (mitte)

Die Produktionsfirma des Films, Signed Media, bietet unter anderem Interviews mit Verwandten Sam Cookes sowie dessen langjährigem Wegbegleiter und Produzent Al Schmitt sowie unzähligen Freunden, Vertrauten und Involvierten sowie Experten, Schriftstellern und Gutachtern aus Recht, Medizin (unter anderem kommt auch Gerichtspathologe Dr. Cyril Wecht, der die Unterlagen der Autopsie von Sam Cooke analysiert hat, zu Wort), Kunst, Musikindustrie und Entertainment an, das durchaus auch düstere Mysterium um Cooks viel zu frühen und, nur eine der vielen denkbaren Theorien, konstruierten Tod zu erhellen; der Verwendung von unzähligen Polizei- und Gerichtsprotokollen sowie Verträgen und schriftlichen Dokumenten, welche das Geheimnis um Sam Cooke in ein Fragen aufwerfendes Licht rücken, inklusive.

Doch an dieser Stelle sei die Berichterstattung zur fesselnden und faszinierenden „Sam Cooke – Leben und Tod eines Soul-Stars“-Dokumentation auf ARTE (produziert für das ZDF und ARTE) dem Kopfkino überlassen und es ist seitens des SOUL TRAIN dringend zu empfehlen, sich das TV-Dokument über eine der größten Stimme des Souls, Sam Cooke, US-Amerikanisches Kulturgut und bis heute unerreicht, wenn es daran geht, die Ideologie des Soul mit der schieren Authentizität einer regelrecht beflügelten menschlichen Stimme zu verquicken, zu gönnen – es lohnt sich, so viel verspreche ich.

© Michael Arens

ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-1_0205Weitere Infos zu „Sam Cooke – Leben und Tod eines Soul-Stars“/“Lady You Shot Me – Life and Death of Sam Cooke“ sowie zu Musik, Karriere und letztlich zum Leben und Sterben Sam Cookes gibt es hier:
www.lady-you-shot-me.com
www.facebook.com/ladyyoushotme
https://twitter.com/whokilledcooke  (#whokilledcooke)

ST16_268_R_SAMCOOKE_0108ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-8_0205ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-7_0205ST17_134_F_SAMCOOKE-DOKU-LYSM-6_0205

Exklusive SOUL TRAIN-Album-Besprechungen zu Sam Cooke gibt es hier:
www.soultrainonline.de/sam-cooke-with-the-soul-stirrers
www.soultrainonline.de/sam-cooke-cookes-tour
www.soultrainonline.de/sam-cooke-bring-it-on-home-to-me-1954-1962
www.soultrainonline.de/sam-cooke-the-hem-of-his-garment