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Rhabdomantic Orchestra – Almagre Rhabdomantic Orchestra – Almagre
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Rhabdomantic Orchestra – Almagre (Agogo Records/!K7/Indigo) Es ist über sechs Jahre her, das wir im SOUL TRAIN @ soultrainonline.de zuletzt über das Rhabdomantic Orchestra... Rhabdomantic Orchestra – Almagre

Rhabdomantic Orchestra – Almagre (Agogo Records/!K7/Indigo)

Es ist über sechs Jahre her, das wir im SOUL TRAIN @ soultrainonline.de zuletzt über das Rhabdomantic Orchestra um den charismatischen Frontmann und Herzblutmusiker Manuel Volpe berichteten (READ MORE).

So sehr „Albore“ seinerzeit die populäre Deep Funk-Bewegung nutzte, seine musikalisches Alleinstellungsmerkmal auszuspielen, so sehr entfernt sich das nach eigenen Aussagen Kollektiv Rhabdomantic Orchestra nun von diesem Pfad und stellt sich stilistisch und ideologisch deutlich breiter als, im weitesten Sinne des Wortes, Weltmusik-Projekt auf, welches stets offene Kapazitäten zu allen möglichen internationalen Musikstilistischen Windungen und Wirrungen anbietet, allen voran die kolumbianische Sängerin Maria Mallol Moya, welche „Almagre“, so der Titel des neuen Rhabdomantic Orchestra-Longplayers, eine ganz neues musikalisches Standing gibt, dem sich gut und Vorurteilsfrei zuhören lässt.

Dass hier authentische, kulturelle und vielfarbige, mannigfaltige Inspirationen in die Tiefe der Rhabdomantic Orchestra-Seele führen, wird dabei zugleich vom Cover-Artwork unterfüttert, welches gerade auf dem Vinyl-Format, für das sich die Band entschieden hat, hervorragend zu Geltung kommt – Rhabdomantic Orchestra ist ein vielschichtiges Stück Pop-Kultur mit Musik, mit der Musik von „Almagre“ als roten Faden.

Das inkludiert selbstverständlich auch Black Music-Farben aus Jazz, Soul, Funk oder Afro Beat, um nur einige wenige zu nennen, und das ist gut so, bleibt das Rhabdomantic Orchestra von und mit Manuel Volpe so doch trotz aller breiteren Genreaufstellung seinen Ursprüngen treu und kontert mit Groove, Groove und nochmals Groove.

Komponiert und produziert von Manuel Volpe selbst sind es hier die Texte aus der Feder von Maria Mallol Moya sowie ihre Stimme und die Verwendung der Rhabdomantic Orchestra-Muttersprache Spanisch, welche maßgeblich zum gelingen des spannenden Albums beitragen und so klarstellen, dass das Rhabdomantic Orchestra ein Band-Projekt mit so markiger und einzigartiger Handschrift ist, dass es sich einer stilistischen Einordnung noch viel mehr als das „Albore“-Set aus 2016 regelrecht verbittet – Recht so.

© Lex

Rhabdomantic Orchestra – „Suffer! Suffer!“ (Official Video):
https://youtu.be/Lx4CQQw_y_M

Rhabdomantic Orchestra – „Emblema“ (Official Video):