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Pit Baumgartner – Sample Selfie Pit Baumgartner – Sample Selfie
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Pit Baumgartner – Sample Selfie (Phazz-a-delic) Nicht nur aufmerksamen SOUL TRAIN-Lesern, sondern allen irgendwie Black Music- und Pop-Interessierten dürfte Pit Baumgartner als Mastermind von... Pit Baumgartner – Sample Selfie

Pit Baumgartner – Sample Selfie (Phazz-a-delic)

Nicht nur aufmerksamen SOUL TRAIN-Lesern, sondern allen irgendwie Black Music- und Pop-Interessierten dürfte Pit Baumgartner als Mastermind von De-Phazz ein Begriff sein (READ MORE).

Mit „Sample Selfie“ legt Baumgartner nun ein Solo-Album vor, welches seinen bisherigen stilistischen Werde- und Müßiggang aus Soul, Funk, Jazz und elektronischer Musik jeglicher Couleur sowie Reggae und Dub beschreitet und überaus akkurat durchproduziert fortsetzt.

Pit Baumgartner – Sample Selfie (Phazz-a-delic/Alive)

Coole Grooves spielen neben der Unmenge an Melodien und Harmonien aus der gesamten Black Music-Familie eine tragende Rolle, die dem Album bei aller hochsensiblen Herangehensweise, die eher introvertiert als extrovertiert überzeugt, ein deutliches Alleinstellungsmerkmal geben, das durchaus als elegant und hochachtungsvoll bezeichnet werden kann – Soul, Funk, Jazz und Pop mit Stil und Anmut, aber ohne Arroganz und Eigenlob – so sollte es sein.

„Sample Selfie“ arbeitet dabei auch mit Klassikern des Phazz-a-delic-Label-Rosters und pendelt ungemein elegant zwischen all jenen Black Music-Subgenres, als wäre es die selbstverständlichste, aber auch zusammengehörigste Sache der Musikwelt und kreiert aus all jenen Zutaten ein trotzdem ruhiges, mitunter fast (be)sinnliches Album, das stilistisch eigentlich nicht mehr will als sein musikalisches Potential mit gegebener Bescheidenheit auszuspielen: Pit Baumgartner hat „Sample Selfie“ als zusammengehöriges Stück fließendes Black Music- und Electronica-Set mit Jazz-Lunge und eigener Stilkreation angelegt – Respekt.

Dass Pit Baumgartner mit „Sample Selfie“, übrigens auch als wunderbare Vinyl-Variante erhältlich, trotzdem im Soundtechnisch abgesicherten Raum der Phazz-a-delic- bzw. De-Phazz-Befindlichkeiten bleibt, ist alleine schon aufgrund der hohen musikalischen Wertigkeit des auch optisch anspruchsvollen Longplayers nachzuvollziehen und zu respektieren – schöne Sache.

© Michael Arens