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Odetta – My Eyes Have Seen plus The Tin Angel / At The Gate Of Horn Odetta – My Eyes Have Seen plus The Tin Angel / At The Gate Of Horn
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Odetta – My Eyes Have Seen plus The Tin Angel / At The Gate Of Horn – The Definitive Remastered Edition (Soul Jam Records/In-Akustik)... Odetta – My Eyes Have Seen plus The Tin Angel / At The Gate Of Horn

Odetta – My Eyes Have Seen plus The Tin Angel / At The Gate Of Horn – The Definitive Remastered Edition (Soul Jam Records/In-Akustik)

Odetta Holmes aus Birmingham, Alabama, war eine der wenigen schwarzen amerikanischen Sängerinnen, Künstlerinnen, welche Fußspuren außerhalb der angestammten, klassischen Gospel-, Blues- und Jazz-Welten hinterließ, die dazu auch noch von klarem Folk Musik-Verständnis gezeichnet waren – der SOUL TRAIN berichtete.

ST17_222_R_ODETTA_2707Von Martin Luther King Jr. als die „Queen of American Folk Music“ betitelt, veröffentlichte Odetta, die übrigens auch als Schauspielerin diversen Nachhall provozierte und heute als eine bedeutende Persönlichkeit der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gilt, besonders in den Fünfziger und Sechziger Jahren eine schiere Flut an Musik, an Alben, denen nun endlich und in Deutschland lange viel zu ungehört mit der Neuauflage ihrer Alben „My Eyes Have Seen“ (1959), „At The Gate Of Horn“ (1957) sowie ihrem Debütalbum „The Tin Angel“ aus dem Jahre 1954 ein Denkmal gesetzt und so Tribut gezollt wird.

Auf zwei CDs kommt, neu abgemischt und bestückt mit einem Booklet, dessen Inhalt einem aufgrund der schieren Fülle frohlocken lässt (Fotos, Abbildungen, Original Liner Notes (unter anderem aus der Feder von niemand geringerem als Harry Belafonte – der SOUL TRAIN berichtete), neuem Klappentext sowie erstklassigem Artwork), Odettas Kernaussage im Zeichen von Folk, Gospel und uramerikanischen Musikströmungen zwischen Blues, Rhythm and Blues und Roots und schafft es immense 51 Titel lang (!), zu beeindrucken und ein wichtiges Kapitel US-Amerikanischer Musikkultur einem breiteren Publikum zu präsentieren und Odetta den Platz im weiten, internationalen Feld von Folk, Gospel und den erwähnten anderen zukommen zu lassen, den sie bis dato nur unter echten Fans der Szene, die sich ganz tief in die Materie eingegraben haben, hatte – lang lebe Odetta Holmes!

© Stephan Carl Blades