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No Jazz – Soul Simulation No Jazz – Soul Simulation
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No Jazz – Soul Simulation (Pulp Music/Broken Silence) Die franzosische No Jazz-Band mit dem nachwievor etwas süffisanten, vielleicht sogar irreführenden Namen legt mit „Soul... No Jazz – Soul Simulation

No Jazz – Soul Simulation (Pulp Music/Broken Silence)

Die franzosische No Jazz-Band mit dem nachwievor etwas süffisanten, vielleicht sogar irreführenden Namen legt mit „Soul Stimulation“ ihr neues Album vor, und das hat es in sich, soviel vorweg.

Im SOUL TRAIN traditionell ein echter Redaktions-Favorit schafften es No Jazz seit ihren Anfängen Anfang der Zweitausender eben doch Jazz mit allem, was das Black Music-Universum hergibt, zu paaren – Soul, Funk, Pop oder der Vorwärtstrieb von elektronisch getriebenen Club Vibes sind nur einige der Stilblüten, die No Jazz heranzieht, ihren sehr eigenen, aber immens gefälligen Sound, auch der des neuen Werkes „Soul Stimulation“, zu definieren.

Gleichzeitig macht die Band hier ihrem Namen und im Besonderen dem neuen Albumtitel „Soul Stimulation“ alle Ehre: Kaum ein No Jazz-Set hat bisher so deutlich, trotz aller Ausflüge in alle genannten Subströmungen, so klare Bekenntnisse zu Soul und Funk abgegeben wie das neue Werk.

Dass einige der Songs gar regelrecht brennend an Earth, Wind & Fire erinnern, kommt nicht von ungefähr: Earth, Wind & Fire-Mastermind Maurice White nahm kurz vor seinem viel zu frühen Tod gleich zwei Songs von „Soul Stimulation“ mit den Franzosen auf und stellt dem Promi-Faktor gleich auch einen weiteren Soul-Giganten gegenüber: Kein geringerer als Stevie Wonder (der SOUL TRAIN berichtete unzählige male über alle genannten), bereits 2005 als Gast mit auf dem No Jazz-Album „Have Fun“, ist hier ebenfalls Gast zweier Songs des tempomäßig stolz nach vorne drückenden neuen Sets, welches beeindruckend spielfreudig und vielschichtig kommt und Freunde vieler verschiedener Club- und Lounge-affiner Sounds jeglicher stilistischer Couleur schnell in seinen Bann zieht – No Jazz‚ „Soul Stimulation“ kann was.

Magische, fulminante, herrlich selbstbewusst dahingroovende, dahinklackernde Midtempos wie das unwiderstehliche „My Kind Of Blue“ bestimmen in weiten Zügen die Geschicke und den musikalischen, durchweg anspruchsvollen Charakter des Albums, das einfach nur gut gemacht ist und unverschämt und ganz direkt sommerlichen Spaß bereitet – mehr davon!

No Jazz‚ „Soul Stimulation“ erscheint, dem Thema absolut angemessen, selbstverständlich auch auf schwarzem Gold – Vinyl – SOUL TRAIN HOT TIP!

© Michael Arens