Various – Nigeria 70 – No Wahala Various – Nigeria 70 – No Wahala
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Various – Nigeria 70 – No Wahala: High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987 (Strut Records/!K7/Indigo) Die „Nigeria 70“-Reihe auf dem für Black Music-Freunde jeglicher... Various – Nigeria 70 – No Wahala

Various – Nigeria 70 – No Wahala: High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987 (Strut Records/!K7/Indigo)

Die „Nigeria 70“-Reihe auf dem für Black Music-Freunde jeglicher Stilblüte unverzichtbaren Strut Records-Label ist traditionell ein Liebling der Musikredaktion von Deutschlands Soul Musik-Magazin Nummer 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de.

Zum 20. Geburtstag des Strut Records-Labels erscheint nun eine neue Folge der beständigen, erfolgreichen und extrem populären „Nigeria 70“-Reihe, die bereits und der eigenen Tradition folgend im Albumuntertitel beschreibt, wohin die Reise einmal mehr geht: „High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987“!

SOUL TRAIN HOT TIP: Various – Nigeria 70 – No Wahala: High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987 (Strut Records/!K7/Indigo)

Als Quelle des westafrikanischen High Life, aber auch als Heimat der größten Namen im unverwüstlichen und packenden Afro Beat ist Nigeria besonders in den Siebziger Jahren ein Füllhorn an musikalischer Inspiration, die bis in die Gegenwart strahlt und seine Magie nicht nur über ganz Westafrika, sondern in der Folge über die ganze Welt verteilte – bis heute ist Afro Beat eines der animiertesten, lebendigsten und inspirierendsten, aber auch hitzigsten und politischsten Black Music-Genres überhaupt.

Dass sich auf „Nigeria 70 – No Wahala: High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987“, erhältlich über die üblichen Download- und Streaming-Kanäle sowie als CD und als hochwertige Doppel-Vinyl-Variante, Namen wie Sina Bakare, Etubom Rex Williams & His Nigerian Artistes, Osayomore Joseph & The Creative 7, Odeyemi, Don Bruce & The Angels, Prince Nico Mbarga & Rocafil Jazz oder Sir Victor Uwaifo & His Titibits oder die International Brothers Band befinden, ist dabei, sind wir ehrlich, zwar ein interessanter discografischer Infotainment-Aspekt, der den Genuss der schieren Musik, eben zwischen afrikanischen, stets ultratanzbaren Black Music-Subgenres wie High Life, Juju und dessen Musikgenremutter Afro Beat, irgendwo gefühlt immer wieder konzentrierend zwischen Anteilen aus Soul und Funk und sogar Jazz und dem Musikpool, den wir als Weltmusik bzw. Folklore wahrnehmen, erst möglich macht, aber allenfalls ganz Hartgesottenen die Grundstimmung beim Hören des Sounds der Über-Kompilation verändern kann.

Dass die meisten der Songs einen für High Life, Afro Beat und Co. üblichen soziopolitischen Inhalt proklamieren, gehört zwar unbedingt zur Klangfarbe der Genres, nimmt aber ebenfalls nichts vom immensen Entertainment-Faktor und vom um sich greifenden High Life-Virus, der, ein offenes Ohr vorausgesetzt, schneller ansteckt als gute Laune, übrigens egal aus welchem Jahrzehnt.

Wie üblich bei den retrospektiven Veröffentlichungen von Strut Records spielen auch bei „Nigeria 70 – No Wahala: High Life, Afro-Funk & Juju 1973-1987“, der unverzichtbaren neuen „Nigeria 70“-Folge, die Liner Notes samt diversen Interviews sowie das, wie die Musik selbst, überhaupt umfangreiche, liebevoll aufbereitete Infotainment des hochwertig gestalteten Albums eine der Musik angemessene Rolle und machen aus dem Longplayer ein angemessenes Stück Black Music-Geschichte im Jubiläumsjahr von Strut Records – der SOUL TRAIN gratuliert – SOUL TRAIN HOT TIP!

© Dr. Chuck