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Najee – Center Of The Heart Najee – Center Of The Heart
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Najee – Center Of The Heart (Shanachie Entertainment/In-Akustik) Nichts Neues an der Smooth Jazz- und Jazz Fusion-Front von Saxophonist Najee, und das ist gut... Najee – Center Of The Heart

Najee – Center Of The Heart (Shanachie Entertainment/In-Akustik)

Nichts Neues an der Smooth Jazz- und Jazz Fusion-Front von Saxophonist Najee, und das ist gut so (der SOUL TRAIN @ soultrainonline.de berichtete unzählige male über Najee).

Der Vollblutmusiker fährt auch mit „Center Of The Heart“, seinem neuen Album und den immerhin zehn Titeln, erschienen auf Shanachie Entertainment und in Deutschland erhältlich über den In-Akustik-Vertrieb, in verlässlichen aber bemerkenswert akkurat eingespielten, Musikhandwerklich erstklassigen Gewässern und arbeitet einmal mehr und ganz Genretypisch mit einem kleinen Who-is-Who an musikalischen Gästen.

So finden sich unter den Gastmusikern unter anderem Soul- und R’n’B-Stimme Kenny Lattimore, Keyboarder Greg Manning, Bassist und Drummer Blair Bryant oder Saxophonist Darren Rahn, um nur einige wenige zu nennen (der SOUL TRAIN berichtete über alle genannten).

Najee – Center Of The Heart (Shanachie Entertainment/In-Akustik)

Der Fluss unter den Songs von Najees „Center Of The Heart“ ist ein durchaus gelungener, knackig-frischer und wohlig dahinklackernder, der, einmal mehr ganz Genretypisch, überwiegend im Midtempo- und Balladen-Bereich bleibt und somit insbesondere Freunde der klassischen Smooth Jazz-Reihe, aber auch und unbedingt Fans von (überwiegend instrumentalen) Soul- und Funk-Vibes regelrecht Honig um den Bart schmiert.

Wie üblich bei Najee ersetzt hier sein akzentuiertes und sehr lebendiges, nie langweiliges Saxophonspiel gleich auch die menschliche Stimme und lässt aus dem zehn Titel langen „Center Of The Heart“ ein ganz typisches Album des Saxophonisten werden, ganz, wie es sich seine Fans vorstellen und wünschen, den ebenfalls im Smooth Jazz fest verankerten Cover-Versionen wie etwa der Burt Bacharach/Hal David-Übersingle „Alfie“ oder dem coolen „Sumthin‘ Sumthin'“ aus der Feder von Musze und Leon Ware (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über alle genannten).

Dass Najees „Center Of The Heart“-Set keine musikalischen, ideologischen oder kulturellen Berge versetzt, versteht sich bei all dem von alleine, ist es doch auch nie und schon gar nicht mit diesem neuen Album die Attitüde das Holzbläsers, innovative neue musikalische Welten zu entdecken, sondern vielmehr sein eigenes Spiel und seine eigene, verlässliche Musikkonzeption immer weiter zu verfeinern, ohne sich zugleich zu wiederholen – Mission erfüllt.

So liefert Najee mit dem neuen „Center Of The Heart“ ein verlässliches Stück Smooth Jazz ab, das richtig gut abrollt und groovig aus den Lautsprechern perlt und rund produziert ist und alleine aufgrund der Tatsache, dass es von niemand geringerem also Herb Powers, Mastering-Ikone nordamerikanischer Popularmusikkunst (ein letztes mal: der SOUL TRAIN berichtete), abgemischt wurde, eine beeindruckende Dynamik besitzt – coole Sache.

© Michael Arens