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Keyshia Cole – 11:11 Reset Keyshia Cole – 11:11 Reset
3.5
Keyshia Cole – 11:11 Reset (Epic/Sony Music) Keyshia Cole aus der Black Music-trächtigen Bay Area – aus Oakland, Kalifornien – ist seit vielen Jahren... Keyshia Cole – 11:11 Reset

Keyshia Cole – 11:11 Reset (Epic/Sony Music)

Keyshia Cole aus der Black Music-trächtigen Bay Area – aus Oakland, Kalifornien – ist seit vielen Jahren immer wieder Thema in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nr. 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de.

In den USA ein multimedialer Superstar, deren Name praktisch jedes Kind kennt, wird die Sängerin hierzulande nachwievor in den großen Sack der zahllosen US-R’n’B-Stimmen ohne allzu viel Identifikationspotential, der breiten Masse eben, zugeordnet, was freilich nur wenig über die tatsächliche Musikalität und schließlich das Talent Coles aussagt.

Dass Keyshia Cole ihr neues Studioalbum „11:11 Reset“ nennt, hat nach eigener Aussage mit ihren Lebenserfahrungen und der philosophischen Sichtweise derselben zu tun, welche schließlich zu diesem neuen, ihrem mittlerweile siebten Studioalbum führten („11:11“ ist, im weitesten Sinne, eine Art philosophische Betrachtung der Dinge, basierend auf dem Doppel der Zahlen).

DJ Khaled, Remy Ma, French Montana, Young Thug, Kamaiyah oder Too $hort (der SOUL TRAIN berichtete über alle genannten) sind nur einige der Gäste des neuen, kraftvollen Albums, welches sich klar für zeitgenössischen, straßentauglichen R’n’B entscheidet, ohne dabei den Kern des Genres, den alles durchdringenden, vibrierenden Soul-Gesang zu vernachlässigen.

Keyshia Cole hat eine beeindruckende persönliche und künstlerische Entwicklung hinter sich und zeigt auf „11:11 Reset“ die gradlinige, Kraftgewordene, geradeauslaufende, aber stets kontrollierte Macht ihrer Stimme, die schlicht wunderbar ist, der es aber eben auch an der richtigen Einzigartigkeit fehlt, was Keyshia immer wieder durch individuelle Intonationen wett machen möchte.

„11:11 Reset“ ist ein sehr solides, routiniertes, stramm durchkonzipiertes Stück zeitgenössischer R’n’B geworden, dem man trotzdem gewünscht hätte, etwas mehr Individualität und somit Mut in den Sound (die Stimme Keyshia Coles ist zugleich punktgenau, aber auch am machbaren Limit) zu legen, auch, wenn das Album emotional bewegt und fließt und insbesondere Keyshia Cole-Fans in Entzückung versetzen wird.

© DJ Dare