Cherry Red Records – Remastered, Reissued & Expanded #42 Cherry Red Records – Remastered, Reissued & Expanded #42
Cherry Red Records – Remastered, Reissued & Expanded #42

Cherry Red Records/Rough Trade: Remastered, Reissued & Expanded – Soul-Klassiker neu aufgelegt!

Der SOUL TRAIN wird nicht Müde, darüber zu berichten: Soul, Funk und Jazz, aber auch Reggae, Folk und Avantgarde bis zu Rock, Pop und experimenteller, mehr oder weniger zeitgenössischer Musik aus Gegenwart und Vergangenheit brachten immer schon unzählige, große und kleine Klassiker, Stilblüten und obskure Trittbrettfahrer in Form von Künstlern, Alben und Labels hervor, welche bis heute die Klangfarbe des, im weitesten Sinne, Black Music-Genres bunter machen, nachhaltig verändern und schließlich ausmachen.

CherryRedRecordsRoughTrade-LogoSMALLDas britische Cherry Red Records-Label und der deutsche Rough Trade-Vertrieb veröffentlichen so regelmäßig große, kleine und bemerkenswerte Klassiker jener Genres aus dem letzten sowie dem aktuellen Musik-Jahrhundert erneut, gänzlich neu oder teils erstmalig auf CD heraus bzw. fassen Musik thematisch gebündelt auf Kompilationen unterschiedlicher Couleur zusammen.

Diese erscheinen, oftmals technisch überarbeitet, wahlweise als Reissue, als Album-Doppelpack (z.B. zwei Original-Alben auf einer CD), als Remastered Original-Album oder als Expanded Edition, Box Set oder Deluxe-Varianten mit einer Menge faszinierendem Zusatzmaterial wie Bonus Tracks jeglicher Couleur, Liner Notes von versierten Kennern, biografische und discografische Fakten, Fotostrecken, Coverabbildungen und allerlei weiteren interessanten Zusatzfeatures.

Der SOUL TRAIN nimmt sich im Rahmen dieser Kolumne regelmäßig diesen Klassikern, diesen Veröffentlichungen in neuem, teils edlem Gewand an und wird ausführlich über alle Aspekte der Veröffentlichungen wie die Musik, den bzw. die Künstler, den Sound, die Hintergründe, die Philosophie und nicht zuletzt das Produkt als Ganzes berichten.

Die SOUL TRAIN-Redaktion wünscht viel Spaß beim Lesen und Studieren sowie, last but not least, beim Hören!

FOLGE 42: Mr. M’s Working Ingredient – Soul On Fire!

Eine neue Folge der „Anthology“-Reihe auf Soulmusic.com Records der britischen Soul-Ikone-David Nathan eröffnet die heutige, 42. Folge von „Remastered, Reissued & Expanded – Soul-Klassiker neu aufgelegt!“, der Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nr. 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de.

„Brotherly Love: The RCA Anthology“ beleuchtet – der Albumtitel lässt grüssen – die RCA Records-Label-Phase von The Main Ingredient, tut dies fulminant und nachhaltig auf gleich zwei Silberlingen und mit insgesamt 41 (!) Songs.

Die CDs, unterteilt in „You’ve Been My Inspiration“ (CD1) und „Happiness Is Just Around The Bend“ (CD2) machen sich nicht nur zwei der größten Hits von The Main Ingredient, eine der anspruchsvolleren Bands der Soul-Geschichte, zu eigen, sondern werden wie üblich bei der populären „Anthologhy“-Reihe unterfüttert durch einen knackigen Unterbau aus Infotainment im mitgelieferten Booklet samt ausführlichen Liner Notes, welche die Geschichte von The Main Ingredient kompakt aufschlüsseln, ganz ähnlich jenen der Bar-Kays-Werkschau mit gleich vier Alben auf zwei CDs aus dem Hause Robinsongs, nach The Main Ingredient bereits das zweite Highlight der heutigen SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilations-Kolumne.

„As One“ von 1980 und „Nightcruising“ aus dem Folgejahr 1982 (CD1) sowie „Propositions“ (1982) und „Dangerous“ von 1984 (CD2) sind vier der späteren Werke der Schicksalsträchtigen Bar-Kays, deren ursprünglicher Bandkern 1967 im gleichen Flugzeug tödlich verunglückte wie Soul-Gigant Otis Redding.

Anfänglich als schiere und ganz Stax-typische Soul-Band eingeführt, wandelte sich der Sound der Bar-Kays in der weiteren, jahrzehntelangen Entwicklung immer mehr zu dem einer Funk-Band mit wahrlich großartigen Soul- und immer wieder Boogie-Momenten, die man den insgesamt 48 (!) Songs dieses Doppel-Albums im Rahmen der „4 Classic Albums On 2 CD’s“-Reihe mit den genannten vier Alben gut nachhören und nachempfunden kann, informativen Liner Notes von Charles Waring inklusive.

Von den reinen Männer-Band-Domänen zu den nicht weniger beeindruckenden Frauen des Muttergenres Soul: Ruby Turner wurde ebenfalls von Soulmusic.com Records ein Denkmal im Rahmen der „Anthology“-Reihe gegönnt: „Livin‘ A Life Of Love: The Jive Anthology 1986-1991“ beleuchtet zwei CDs und 32 Songs lang die erfolgreiche Soul-, Funk-, Soulpop- und Chartsgeschichte der Ruby Turner, die ihre erfolgreichste Ära eben in jenem Jahrzehntwechsel Achtziger/Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatte.

Ihr Duett mit Jonathan Butler, „If You’re Ready (Come Go With Me)“, ihre erfolgreiche Cover-Version von Stevie Wonders „Signed, Sealed, Delivered (I’m Yours)“ oder ihr raffiniertes „It’s Gonna Be Alright“ sind dabei nur drei der Highlights der Doppel-CD, die ebenfalls mit dem gewohnt knackigen Infotainment beeindruckt – selbstverständlich erst nach der schieren Wucht von Ruby Turners beeindruckend sensibler aber kerniger Stimme – empfehlenswert!

„Soul On Fire“ ist ein elegantes Box Set, erschienen auf Soul Time, welches drei CDs lang und sagenhafte 86 (!) Tracks lang seinem Untertitel „The Detroit Soul Story 1957-1977“ präzise folgt und von den ganz Großen wie Wilson Pickett, The Jones Girls, The Falcons oder Eddie Floyd bis zu den hierzulande nahezu unbekannten Namen wie The Turn Of The Century, The Minor Chords, The Fourmost oder Michael Valvano eine immense Bandbreite an Acts und Songs vorstellt, welche beispielhaft die natürlich unmöglich zu bebildernde, riesengroße Soul-Geschichte von Motorcity Detroit der Ära beleuchten soll.

Eine große Hilfe bei dem zum scheitern verurteilten Unterfangen dürfte dabei das dem eleganten Box Set, unterteilt in „Pow!“ (CD1), „Right On!“ (CD2) sowie „Tastie!“ (CD3), beigefügte Booklet sein, dass alle notwendigen Infos zu den Bands und Künstlern und der entsprechenden Musik bereithält, zahlreiche Abbildungen und Fotos inklusive.

Beim Sound Detroits ist jener Sound, den wir seit einigen Dekaden und insbesondere bei unseren britischen Nachbarn als Northern Soul identifizieren, nicht mehr weit, genau genommen sind wir da je nach Track sogar schon mittendrin. „No. 1 Oldies Room – Mr. M’s Northern Soul 1974-1981“ ist ein ebensolches, elegantes Box Set, welches, ebenfalls erschienen bei Soul Time, 50 Songs und zwei CDs lang (CD1: „DJ’s Choice“ und CD2: „People’s Choice“) die Playlist des „Oldies Room“ des legendären Northern Soul Venues Englands, das Wigan Casino, ausleuchtet und auf dem dritten Silberling „A Conversation With DJ Dave Evison“ gleich ein Interview mit dem legendärsten DJ jenes „Oldies Room“ im Angebot hat – eine sehr spezielle Northern Soul-Legendenbildung, die durch das üppige Infotainment im mitgelieferten Booklet noch einmal deutliche Bestätigung bekommt und „No. 1 Oldies Room – Mr. M’s Northern Soul 1974-1981“ zu einem weiteren, gnadenlos guten Höhepunkt der heutigen SOUL TRAIN-Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade macht, Northern Soul-Giganten wie Frankie Valli, James & Bobby Purify, Joe Tex, Tony Joe White, Bobby Hebb oder Soul-, Country-, Pop- und Rock-Crossover Superstar Ronnie Milsap, um nur einige ganz wenige zu nennen, inklusive.

Aller guten Dinge sind drei, und so ist auch die nächste Album-Vorstellung der heutigen Kolumne ein elegantes Box Set: „Am I Dreaming?“ leuchtet ganz dem Albumuntertitel „80 Brit Girl Sounds Of The 60s“ entsprechend aus, dass eben diese oft im schieren Groove dem der besten, vorab bedachten Northern Soul-Meisterwerke überhaupt nicht weit entfernt standen, zumindest auf gefühlter Ebene, und das, obwohl Elemente aus Rock’n’Roll, Doo Wop, Country oder schierem Beat dank der Ära wie ein roter Faden fungieren.

Antoinette, Norma Lee, Friday Brown, Barbara Ruskin, Jan Dalton, Kathy Kirby, Kim Davis, oder Gillian Hills sind unter anderem im Line-Up des Box Sets und werden flankiert von Giganten wie Cilla Black, Petula Clark, Marianne Faithfull sowie der unverwüstlichen Kiki Dee.

Insgesamt sind es so wie angekündigt 80 (!) Songs auf drei CDs, welche die tatsächliche Attraktion des eleganten Box Sets widerspiegeln, sei das mitgelieferte, mehr als umfangreiche Booklet samt unzähligen biografischen und discografischen Querverweisen, unzähligen Abbildungen und Fotos und nicht zuletzt detaillierten Liner Notes von Bob Stanley und Ian Chapman auch noch so informativ, unterhaltsam und sogar faszinierend.

The Vernons Girls finden sich ebenfalls auf dem Über-Sampler, der so elegant überleitet zur nächsten Albumvorstellung der heutigen SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne, der The Vernon Girls-Werkschau „The Vernon Girls with The Peter Knight Orchestra“, die auch Material von Lyn Cornell ins Angebot packt, ganz dem Habitus des zuständigen Él Records-Labels, das seine Themen Kontrastreich ähnlichen Themengebieten gegenüberstellt, um klare Linien, Unterschiede und Gemeinsamkeiten gleichermaßen herauszukompilieren.

Die insgesamt 31 Songs des Albums, dass Él Records-typisch mit einem randvollen Booklet samt Liner Notes und unzähligen Fotos glänzt, sind ein Paradebeispiel für das Harmoniegefühl der Sechziger Jahre, ein Musikkapitel, auf das die US-Amerikaner nur vermeintlich ein Monopol hatten; nachzuhören auf der The Vernon Girls/Lyn Cornell-Werkschau, die zugleich nur ein schmales Stück Brit-Musikgeschichte ausleuchten kann.

Bleiben wir in England, gehen aber einige Dekaden weiter Richtung Gegenwart. Working Week waren, heutzutage fast vollständig in Vergessenheit geraten, in der Mitte und der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre eines der angesagtesten Trios im Rahmen von Soul, Funk, Jazz und retrospektiver Latin-Schattierung sowie gleichzeitiger Club-Tauglichkeit überhaupt, deren Alben und Singles sich verkauften wie eine neue Smart Phone-Generation am ersten Verkaufstag.

Gitarrist Simon Booth und Saxofonist Larry Stabbins addierten die samtene Stimme von Juliet Roberts, um jenen Sound zu bekommen, der damals so große, nachhaltige Wellen schlug und dem spielerischen Habitus von Working Week mit echten Sehnsuchtmelodien und starken Identifikationsbarken aus Hooklines und raffinierten Jazz-Breaks seine Duftmarke gab.

„Compañeros“ lautete 1986 der Name ihres zweiten von insgesamt fünf Studioalben, dass mit „Too Much Time“ sogar einen echten Superhit aufzuweisen hatte. Auf der Wiederbelebung des genialen Albums, das Songübergreifend stets auch eine frische Pop-Brise sowie eine sehr intim klingende Jazz-Affinität mitbrachte, zeigt sich das Trio noch einmal von seiner besten Seite und sorgt mit Gänsehautmomenten dafür, dass auch heute die bis dato fast vergessene Working Week-Magie sofort wieder präsent ist, im Kopfkino, im Bauch, im Herz: schade, dass es bei insgesamt nur fünf Working Week-Alben geblieben ist.

Zwei CDs lang, davon eine CD ausschließlich mit Bonus Tracks samt Live-Versionen, selbstredend auch von den Hits „Too Much Time“ und „Rodrigo Bay“, aber auch vom gerade uns hier im SOUL TRAIN sehr am Herzen liegenden Titel „Soul Train“ (!), bildet die schiere, auch heute wieder und erneut fesselnde Musik von Working Week den Kern der Anziehungskraft der Album-Wiederbelebung auf Cherry Red Records, und wird unterfüttert von einem Booklet samt unzähligen Abbildungen, Fotos und ausführlichen Liner Nites von Lois Wilson vom Mojo Magazine – recht so, und ein weiteres, vielleicht sogar DAS Highlight der heutigen SOUL TRAIN-Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Cherry Red Records/Rough Trade-Fundus

Vom immer wieder auch Latin-durchzogenen Sound von Working Week ist der Weg zu den Idealen des Bossa Nova nur einen Steinwurf entfernt. „The Women Of Bossa Nova – Volume One“, erschienen auf Él Records, leuchtet im eleganten Pappschuber und auf zwei CDs die Geschichte der nachwievor unglaublich schönen Musik von Bossa Nova-Stimmen wie jenen von Alaide Costa, Maysa, Dolores Duran und, aufgepasst, Caterina Valente aus.

Letztere war tatsächlich eine der Wandlungsfähigsten Sängerinnen des Bossa Nova-Genres, die in ihrer unglaubliche langen Karriere tatsächlich kaum eine Musikgenregrenze unüberschritten ließ – recht so.

Der zweite, wahre Hauptdarsteller von „The Women Of Bossa Nova – Volume One“, ist derweil neben der schieren, genialen Musik zweifelsohne das mitgelieferte Infotainment, das samt liebevollen Liner Notes alles notwendige an biografischen und discografischen Fakten, Namen und Zahlen liefert, dass man sich nur wünschen kann.

Gleiches lässt sich auch über Thomas Lang und die Neuauflage seines 1987 „Scallywag Jaz“-Debütalbums (ja, mit nur einem „z“ in Jazz – ein Wortspiel…) sagen, die bereits im mitgelieferten Booklet fast alle Asse ausspielt und mit übervollem Entertainment für eine der unterhaltsamsten Album-Reissues der heutigen SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne sorgt.

Die „2 Disc Expanded 30th Anniversary Edition“ von „Scallywag Jaz“ des Thomas Lang aus Liverpool, erschienen auf Strike Force Entertainment, kommt insgesamt auf 36 Songs, darunter diverse Live-Mitschnitte und alternative Versionen, lässt aber vor allen Dingen das Original-Album glänzen, welches damals wie heute überaus Elegant Jazz und Pop-Zeitgeist kombinierte und latineske Retrospektive und swingenden Schliff in seinen Sound einarbeitete und so tatsächlich eine eigene Handschrift ablieferte, die bis heute seinesgleichen sucht.

Bleiben wir weiterhin bei unseren britischen Nachbarn. Als sich Wham!, fraglos eines der erfolgreichsten Pop-Duos der Musikgeschichte, 1986 auflöste, war es nicht nur an Pop-Gigant George Michael, eine Solo-Karriere anzustreben (die er bereits in den letzten Monaten von Wham! mit „Careles Whisper“ unter eigenem Namen und noch vor der offiziellen Auflösung von Wham! mit gigantischem Erfolg einleitete). Auch Andrew Ridgeley veröffentlichte 1990 sein Post-Wham!-Solo-Album „Son Of Albert“, das nicht nur kommerziell ein Misserfolg wurde, sondern, geben wir es zu, auch musikalisch ein eher fragwürdiges Unterfangen blieb; Ridgeley kombinierte Erfolgsverwöhnte Pop-Muster mit harten Rock-Riffs und retrospektiver Surf- und Rock Oper-Romantik und konnte so wenig überzeugen.

Die Cherry Pop-Albumwiederbelebung von „Son Of Albert“ versucht nun, durch insgesamt sieben Bonus Tracks sowie ein umfangreiches Booklet, welches alle offenen Fragen zu Ridgeley und seinem „Son Of Albert“ ausführlich aufschlüsselt, dieses Manko runde 28 Jahre später zu relativieren, was trotz der heutigen, veränderten Perspektive auf Wham!, George Michael und Andrew Ridgeley und seine Rolle im Mega-Pop-Duo nicht so richtig gelingen will: „Son Of Albert“ bleibt trotz respektabler Bonus Track- und Infotainment-Fülle nur Kost für echte Andrew Ridgeley- und letztlich Wham!-Fans der ersten Stunde.

Big Country waren in den Achtziger und Neunziger Jahren so etwas wie ein britischer, mit New Wave und Soulstrukturen durchsprenkelter Simple Minds-Klon und eine stilistische Vermischung von Post-Punk, Pop, Soul und schierem Rock.

„We’re Not In Kansas“ (Cherry Red Records direkt) bebildert ganz dem Untertitel des üppigen Box Sets entsprechend („The Live Bootleg Box Set 1993-1998“) die Live-Dynamik der britischen Band und tut dies auf beeindruckenden fünf CDs, die jene, seinerzeit immens populären Bootlegs (eigentlich und ursprünglich illegale Live-Mitschnitte) legal macht und dem Ganzen in Form eines Booklets die gesamte Big Country-Band- sowie Live-Geschichte mit auf den Weg gibt, Fotos, Abbildungen sowie discografische und biografische Zahlen und Fakten inklusive und verpackt in ein elegantes Box Set, das besonders Fans von Big Country in Verzückung bringen dürfte.

Auch die nächste Britin in unserer langen Reihe an englischen Pop-, Rock- und Soul-Ikonen polarisiert bis heute: Bonnie Tyler. „Remixes And Rarites“, erschienen auf Cherry Pop Records, zeigt dies trotz unzähliger, rarer Versionen ihrer Megaerfolge wie „Holding Out For A Hero“, „Against The Wind“, oder „Total Eclipse Of The Heart“, um nur einige wenige zu nennen, mit Nachdruck und lässt vermutlich am ehesten Fans Bonnie Tylers mit der Zuge schnalzen.

Die, egal ob in Vergangenheit oder Gegenwart dominant klingende Rockröhre der Bonnie Tyler wird im mitgelieferte Booklet der Doppel-CD und seinen insgesamt 33 Songs anhand eines Klappentextes von Liam Briggs detailliert aufgeschlüsselt, was besonders Tyler-Fans frohlocken lassen wird – wer’s mag…

Strike Force Entertainment veröffentlicht mir der Neuauflage von „Cover Plus“ eines der wichtigsten Alben einer weiteren britischen Powerfrau: Hazel O’Connor.

Das im Original 1981 erschienene Werk, stilistisch Pop, Rock und den damals noch nahezu neuen New Wave sowie das Post Punk-Gefühl schröpfend und produziert von Tony Visconti, kommt mit sagenhaften sieben Bonus Tracks, darunter sogar französische und deutsche (!) Versionen diverser Album-Songs, die hier jedoch allenfalls ein süffisantes Lächeln denn einen echten Aha-Effekt provozieren.

Fans der Individual-Sängerin Hazel O’Connor wird besonders das üppig ausstaffierte Booklet samt Liner Notes und unzähligen Fotos und Abbildungen die Wärme ums Herz spülen – recht so.

Themenwechsel – von Pop, Rock, New Wave und Co. zum Reggae. Gleich drei Veröffentlichungen aus dem Hause Doctor Bird versüßen die heutige, 42. Folge der Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nr. 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de.

„Hot Shots Of Reggae“ ist eine Reissue eines Samplers des Jahres 1970, das nicht nur das Dutzend Original-Songs, sondern auch unglaubliche 13 (!) Bonus Tracks anführt, die Kraft des damals zuständigen Reggae-Überlabels Trojan mit Künstlern wie The Maytals, Ken Boothe, Delroy Wilson oder Ansel Collins ausführlich zu bebildern – Laurence Cane-Honeysett weiß im mitgelieferten Booklet detailliertes zur Geschichte Trojans und zum traumhaft guten Sampler, der Roots Reggae in seine Mitte stellt, zu berichten.

Zwei Jahre vor der Original-Veröffentlichung von „Hot Shots Of Reggae“ brachte Trojan die Werkschau der Uniques, einer heute fast vergessenen Reggae Vocal-Group, heraus, die nun das zweite Doctor Bird-Reissue-Vehikel der hiesigen SOUL TRAIN-Kolumne darstellen.

Neben den zwölf Original-Songs sind es auch hier die sagenhaften zwölf Bonus Tracks,. die samt einem üppigen, schlüssigen Infotainment im mitgelieferten Booklet das Salz in der Suppe machen – lang lebe Trojan Records und deren Geschichte, die auch legendäre Formationen wie die Ethiopians inkludierte.

Diese veröffentlichten 1968 und 1970 ihre zwei heute legendären Alben „Reggae Power“ (1968) und „Woman Capture Man“ (1970), die nun von Doctor Bird als dritte Reggae-Neuauflage im Bunde dieser ehrenwerten Kolumne auf einen Silberling verbracht wurden und mit immerhin sieben Bonus Tracks veredelt wurden.

Im Epizentrum des packenden Sounds steht neben originärem Roots Reggae selbstredend immer wieder auch Rock Steady, der den wunderbar angestaubten Reigen nahezu perfekt macht, egal, aus welcher Reggae-Generation man nun kommen mag, alles selbstverständlich samt immens prallem Booklet, das vor Infotainment samt umfangreichster Liner Notes nur so strotzt – Big Up!

Und somit ist es Zeit, die gradlinigere Black Music-Gefilde zugunsten kantigerer, oft Rock-getriebener Albumkonstrukte, Künstler und Bands jeglicher Couleur zu verlassen.

Steve Marriott’s Packet Of Three war ein recht eigenwilliges Projekt, dass den Rock-Rüpel Steve Marriott, der 1991 im Alter von jungen 44 Jahren verstarb und der unter anderem Gitarrist bei den Small Faces und bei Humble Pie war, in Personalunion mit dem Pack Of Three, wie seine finale Band sich nannte, zeigt.

Die Live-Mitschnitte auf „Watch Your Step – The Final Performances Live 91“ zeigen gleich vier CDs lang und gerahmt in ein (fast zu) elegantes Box Set samt ausführlichem Booklet mit Klappentext von Ian McGonigal die grobschnittige, herrlich kantige Rock- und Blues- und Punk-Wucht, die Marriott auszeichnete – Mitschnitte gibt es aus London, Hamburg, Esslingen und Frankfurt, woran sich bereits sehr direkt der Status Steve Marriotts gerade hier in teutonischen Rock-Gefilden ablesen lässt – gerade für echte Fans des heute fast schon wieder vergessenen Steve Marriott und seiner späten Packet Of Three-Kultband ein echtes Muss, dieses fast protzige, mächtige „Watch Your Step – The Final Performances Live 91“-4CD-Box Set aus dem Hause Lemon Recordings.

Eine neue SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne, ein neues „altes“ Glenn Hughes-Album. „Building The Machine“ von 2001 sowie „Songs In The Key Of Rock“ von 2003 erfahren nun mit einer Menge Brimborium und einer Fülle an Infotainment (unter anderem mit Liner Notes von Malcolm Dome und unzähligen Fotos und Abbildungen) in neu abgemischter Technik eine erneute Veröffentlichung, wobei „Buiilding The Machine“ gleich der Live-Mitschnitt „Live in Köln, Germany, 6th December 1999“ gegönnt wurde.

Ähnliches widerfährt auch dem Dreier-CD-Pack „Songs In The Key Of Rock – The Glenn Hughes Remasters“, dem das für beide Alben zuständige Purple Records-Label ebenfalls ein Live-Mitschnitt auf der zweiten CD sowie auf der dritten geschenkt hat: „Freak Flag Flying – Live UK, 2003“ (CD2) sowie „Live In Rome 23rd May 2003“ (CD3) zeigen den kernigen Rock Glenn Huighes, der in seiner Karriere immer wieder auch mal die ausgetreten Rock-Pfade verließ und sogar mit Soul und Funk hantierte, auch, wenn hier beide Alben von klassischer Rock-Konsequenz geprägt sind – recht so.

Konsequente Rock-Präsenz gibt es einmal mehr auch von Graham Bonnet, welcher der Mehrfach-CD-Box Set-Flut der heutigen SOUL TRAIN-Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade ein weiteres Rock-Highlight aufsetzt und mit „Flying… Not Falling 1991-1999“ gleich drei komplette Studioalben aus den Neunziger Jahren auf drei CDs präsentiert: “Here Comes The Night” (1991), “Underground” (1997) sowie “The Day I Went Mad” (1999) wurde im eleganten Box Set samt üppigem, inkludierten Booklet und mit HNE Recordings-üblichen, detailfreudigem Infotainment eine kleine Flut an Bonus Tracks gegönnt, die besonders Fans Graham Bonnets in seinen Bann ziehen wird.

Auch, wenn die drei Alben nur einen kurzen Auszug aus dem schier unendlichen Schaffen Bonnets bedeuten, zeigen die Longplayer doch, warum Graham Bonnet sich einer so mächtigen, weltweiten Fan-Gemeinde erfreut, und das nicht nur im großartigen, vielschichtigen Rock-Genre.

Empire featuring Peter Banks & Sydney Foxx (Sydney Jordan) wird seitens The Peter Banks Musical Estate and Sidonie Jordan eine kompakte Album-Neuauflage dreier klassischer, neu abgemischter Empire-Alben gegönnt: „The Best Of Empire“, „The Mars Tapes“ sowie „The Rest Of Empire“, fasst alle Songs in einer Art eigenen Kompilationsform samt eines ungemein informativen, 40-seitigen Booklets zusammen und wird alleine schon wegen seines stilistischen Stellenwertes in der Musikgeschichte sicher begeistert aufgenommen: selten klang ein Konzeptsound einer Bandkonstruktion so eigen und umfangreich und wirkte so erzählerisch wie das Output von Empire, denen hier gerade wegen dem fast übervollen Booklet ein echtes Denkmal gesetzt wurde.

Curved Air begeistern dank ihrer schlicht betitelten „The Best Of Curved Air“-Werkschau, erschienen auf dem eigenen Curved Air Records-Label, ein stilistisch und ideell nicht ganz so weit von Empire entferntes Sounduniversum, das gerade Fans von Curved Air in seiner Schnörkellosen Direktheit ohne allzuviel Schnickschnack begeistern wird, auch, wenn gerade eine Band wie Curved Air sicher noch vieles, vieles mehr als ihr „Bestes“ bezeichnen könnte denn diese „nur“ acht Songs der Kompilation.

Mit The Fall wird es noch wüster: „A-Sides 1978-2016“ packt, edel verpackt als Box Set mit drei CDs, die Geschichte der Band und all seiner Singles bei den Hörnern und zeigt auch anhand der neuen Mischung des The Fall-Stammmischers Andy Pearce, was sich die Post Punker aus Manchester seit ihrer Gründung 1976 und ihrer ersten Single 1978 auf unterschiedlichsten Labels zusammengespielt haben.

Highlight ist beim direkt bei Cherry Red Records erschienenen „A-Sides 1978-2016“ fraglos auch das mitgelieferte Booklet, welches biografische und discografische Querverweise zu jedem der Songs des Dreierpacks anzubieten hat – schöne Sache, besonders für Fans des gnadenlos guten Sounds von The Fall, die bis 2016 immerhin sage und schreibe 31 Alben veröffentlichten.

Wir sind beim Punk und dessen Auswüchsen aus Großbritannien, wir bleiben auch dort, allerdings wird das Spektrum breiter: „To The Outside Of Everything“ ist ein hochformatiges Über-Sampler-Album, das fünf CDs sowie ein kleines Buch lang „A Story Of UK Post Punk 1977-1981“, wie der Untertitel lautet, zu erzählen weiß.

Dabei sind neben unzähligen, heute fast vergessenen Post Punk-Perlen auch Hits von Giganten des Genres und aller angrenzenden Strömungen wie Blancmange, Jah Wobble, Joy Division, Ultravox oder New Order, aber auch die Jazz- und Freak Groove-Grenzgänger von Gang Of Four, Fischer-Z und Scritti Politti – New Wave und Post Punk Pop-Eklektik lassen grüssen.

Das direkt auf Cherry Red Records erschienene Meisterwerk ist ein echtes Highlight in Sachen lohnenswertem und berechtigtem Infotainment und stellt den insgesamt 111 (!) Tracks ausführliche Infos zu Bands, Künstlern, Projekten und Songs an die Seite – ein Muss für jeden, der sich als Anhänger der Post Punk-Bewegung, insbesondere derer Großbritanniens bezeichnet – meisterlich, und fraglos ein weiterer Höhepunkt der hiesigen SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne.

Dass Stack Waddy seinerzeit auf dem Label des Rock- und Punk-Querdenkers John Peel, Dandelion Records, ihre Alben veröffentlichten, spricht bereits für die krude, wunderbar unaufgeräumte Herangehensweise der Metal-Punk-Rock-Crossover-Giganten, die sich stets eine uneingruppierbare Charakteristik vorbehielten, die viele mit Folk oder sogar Country assoziierten.

„So Who The Hell Is Stack Waddy? – The Complete Works 1970-72 – Albums, Rarities, Out-takes + A BBC Concert Recording“, so der Name der Stack Waddy-Kompilation, macht eben genau das und präsentiert die kreativste Phase der Rock-Rüpel unter einem Dach und zeigt so ihre ersten beiden Alben „Stack Waddy“ sowie „Bugger Off!“ auf drei CDs und im fast zu schönen Pappschuber, der das Cover-Artwork der Original-Alben nur als Sprungbrett nimmt, die starke Handschrift der Band auch optisch zu bündeln.

Die insgesamt 36 Songs des Dreiers, erschienen direkt bei Cherry Red Records, wird insbesondere und im Speziellen durch CD Nummer Drei mit dem Namen „Hunt The Stag – Outtakes, Live And Rarities 1970-72“ alle Fans von Stack Waddy, einer hierzulande nur wenig bekannten Erscheinung des Rock-Firmamentes, überzeugen.

Das üppige, angemessen informative und optisch punktgenau gestaltete, inkludierte Booklet lässt derweil keine Fragen zu Stack Waddy offen, was mich zur nächsten Veröffentlichung mit starker eigener Handschrift bringt: Geofffrey Downes und Christopher Braide alias DBA (Downes Braide Association) präsentieren mit „Skyscraper Souls“ ihr drittes Album, das, erschienen auf Magical Thinker Records, mit hochkarätigen Gästen wie beispielsweise Marc Almond, Kate Pierson oder Andy Hodge aufwarten kann.

Stilistisch ist hier der Bombast einer Rock-Oper ebenso vorhanden wie Sehnsuchtsmomente retrospektiver Pop-Geschichte und das erzählerische Moment von Folk und sogar Jazz.

Geoff Downes, Keyboarder von Bands wie Asia, YES oder The Buggles und Sänger, Songschreiber und Produzent Chris Braide zeigen dabei ähnlich erzählerische Qualitäten wie wir sie etwa von John Miles kennen und lieben, bleiben jedoch stets in ihrem eigenen Sound-Universum, welches auf Atmosphäre und die Kraft von Melodie und Harmonie setzt, Rock-Elegie hin oder her.

Bleiben wir noch beim umtriebigen Geoff Downes. Gemeinsam mit John Wetton schrieb der Tastenvirtuose Geoff Downes als Wetton Downes-Duo, insbesondere aber als Songwriting-Duo hinter Asia, Musikgeschichte.

Der Bombast-Rock mit fast epischem Pop-Habitus zeigt sich auch auf der Epicon Records-Veröffentlichung namens „Icon Zero“, welche, bestückt mit drei Bonus Tracks und neu abgemischt von Mike Pietrini, Klangwelten des Duos im Fahrwasser der Asia-Welterfolge bedienten – Asia im 2.0 Update sozusagen – wer’s mag, wird sicherlich auch mit dem Umstand Frieden geschlossen haben, dass ABBA-Stimme Agnetha Fältskog den zwölften Song des Albums namens „We Move As One“ sang – gut.

Zwei weitere Rock-Giganten liefern in dieser 42. Ausgabe von „Remastered, Reissued & Expanded – Soul-Klassiker neu aufgelegt!“, der Kolumne mit Reissues, Neubearbeitungen und Kompilationen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nr. 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de – ein Box Set mit einer stichhaltigen Auswahl ihres Schaffens ab: Hawkwind zeigt auf der raffiniert verpackten „At The Roundhouse“-Live-Beschallung auf zwei CDs und einer DVD, warum Hawkwind sich bis heute einer immensen Fanbase erfreuen kann.

Runde vier Dekaden, nachdem Hawkwind ihr letztes Konzert „At The Roundhouse“ gegeben haben, rückt die Formation gerade, was sonst in Sachen konsequenten Rocks aus der Spur läuft: Selten klang Hawkwind so lebendig und allgegenwärtig wie hier, unterstützt übrigens von einem Faltposter, dass auch die großartige Optik und Haptik des Box Sets unterstreicht.

Selbiges gilt auch für „Mr. Rock And Roll: Live 1981-2000“, welches die Live-Kante von Samson der Ära Eighties und Nineties zeigt, und das gleich vier CDs lang.

Das hochwertige Box Set spaltet sich in vier Live-Ereignisse auf: „Thank You And Goodnight“ (1984) und „Live At Mildenhall“ (1982) auf CD1, „Paul Samson’s Empire Live At The Marquee (1986) auf dem zweiten Silberling sowie „The Blues Nights (Slight Return) (1981-1997)“ auf CD3 und nicht zuletzt „Live In London 2000“ (2000) auf dem vierten und letzten Silberling zeigen Paul Samson in bester Heavy Metal-, Hard Rock- und Rock-, aber eben auch Blues-Tradition und werden insbesondere Fans der nach Samson benannten Kultband in seinen Bann ziehen; ein Mustergültiges Booklet mit allen Antworten zum Wieso, Weshalb und Warum zu Samson und dem „Mr. Rock And Roll: Live 1981-2000“-4CD-Box Set, erschienen über HNE Recordings, inklusive.

Und damit wären wir auch schon fast am Ende der heutigen SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne, die wir auch dieses mal traditionell mit Country & Western-Musik vom feinsten abschließen: dem großartigen Ronnie Milsap wurde auf zwei CDs gleich vier Alben lang seitens Morello Records ein Reissue gegönnt: „It Was Almost Like A Song“ von 1977 und „Only One Love In My Life“ aus dem Folgejahr 1978 auf CD 1 wurden „Images“ von 1979 sowie „Milsap Magic“ von 1980 gegenüber gestellt, allesamt Alben, die hierzulande nur wenig bekannt sind, für die Geschichte und den Verlauf von Country und, immer wieder üblich bei Ronnie Milsap, Anflüge in Soul, Funk und Co. jedoch immensen Nachdruck bedeuteten, wie auch Tony Byworth in den mitgelieferten Liner Notes ausführlich zu berichten weiß, was zugleich auch das Fehlen jeglicher Bonus Tracks, auch ein typisches Merkmal für Morello Records, wieder wett macht, ein Schicksal übrigens, das auch das letzte Album der heutigen SOUL TRAIN-Kolumne mit Reissues, Kompilationen & Co. trifft.

Tammy Wynette ist somit einmal mehr jenes letzte Hurra dieser heutigen, 42. SOUL TRAIN-Reissues- und Kompilationskolumne, deren 1976er „You And Me“-Set sowie ihrem „Let’s Get Together“-Album aus dem Folgejahr 1977 im Rahmen der auf Morello Records favorisierten „2 Classic Albums On 1 CD“-Reihe (das Ronnie Milsap-Ding war folgerichtig ein „4 Classic Albums On 2 CDs“-Set) eine Neuveröffentlichung gegönnt wurde.

Wie immer machte die Queen des Country-Genres auch hier und auch ganze vier Dekaden später noch und gerade aufgrund ihrer immensen Stimme und ihrem hohen vokalen Wiedererkennungswert eine herausragende Figur, die ganz Wynette-üblich, hier und da auch mit Genresprengenden Blicken über den Tellerrand in Richtung, wenn oft auch nur gefühlt und durch Rhythmik, Harmonieführung und Melodiezeichnung markiert, Soul, Pop, Rock oder sogar Vocal Jazz, wagt, was ihr Album fraglos zu einem angemessenen, gelungenen Absacker der heutigen „Remastered, Reissued & Expanded – Soul-Klassiker neu aufgelegt!“-Kolumne mit Kompilationen, Werkschauen, Reissues und Neubearbeitungen aus dem Hause Cherry Red Records/Rough Trade in Deutschlands Soul Musik-Magazin Nr. 1 – dem SOUL TRAIN @ soultrainonline.de – macht. Wir sehen uns in Folge 43!

[Der SOUL TRAIN berichtete immer wieder, in vielen Fällen sogar unzählige male über die meisten der in dieser Kolumne genannten Musiker, Produzenten, Schauspieler, Autoren, Künstler, Bands, Musikprojekte, Labels und Co. Alle in dieser Kolumne vorgestellten Veröffentlichungen sind grundsätzlich als Einzel-CD, Mehrfach-CD bzw. als Box Set erschienen und sind zu beziehen und werden vermarktet und vertrieben über Cherry Red Records/Rough Trade!]

© Michael Arens

SOUL TRAIN HOT TIP!

The Main Ingredient – „Brotherly Love: The RCA Anthology“
The Bar-Kays – „As One“/“Nightcruising“/“Propositions“/“Dangerous“ 
Ruby Turner – „Livin‘ A Life Of Love: The Jive Anthology 1986-1991“
Various – „Soul On Fire – The Detroit Soul Story 1957-1977“
Working Week – „Compañeros“