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Borrina Mapaka – The Forrest Man Borrina Mapaka – The Forrest Man
3.5
Borrina Mapaka – The Forrest Man (Ozaafrica/Galileo MC) Borrina Mapaka aus dem Kongo ist ein Gesamtkunstwerk: Als Autor, Komponist, Gitarrist, Schlagzeuger, Perkussionist, Arrangeur, Produzent... Borrina Mapaka – The Forrest Man

Borrina Mapaka – The Forrest Man (Ozaafrica/Galileo MC)

Borrina Mapaka aus dem Kongo ist ein Gesamtkunstwerk: Als Autor, Komponist, Gitarrist, Schlagzeuger, Perkussionist, Arrangeur, Produzent sowie Tänzer und Choreograph und nicht zuletzt als Sänger liegt Mapaka mit seinem neuen Album „The Forrest man“ nicht nur im Titel sehr am Kampf für den Regenwald.

Paris ist derweil die Wahlheimat Borrina Mapakas, der bereits mit SOUL TRAIN-„erprobten“ Weltmusikgrößen wie Youssou N’Dour oder Papa Wemba kollaborierte. Von dort aus gelang dem Weltenbürger eine herausragende, erfolgreiche Karriere, welche es ihm nun ermöglicht, den vielschichtigen, für die ungeschulten mitteleuropäischen Ohren ungewöhnlichen, musikalischen Kampf gegen die (illegale) Abholzung der Regenwälder der Welt im Allgemeinen, der seiner Heimat im Besonderen aufzunehmen.

ST16_132_R_BORRINAMAPAKA_2704So setzt „The Forrest Man“ alles erdenklich mögliche für diesen Kampf ein, Borrinas Energie und kraftvollen Gesang inklusive. Selbst das Coverdesign (CD) gibt sich voll und ganz dem edlen, rechten Ziel hin und unterstützt Borrina Mapakas Anliegen mit Nachdruck und unerwarteter Schönheit.

Die immerhin 13 Stücke des ungewöhnlichen Albums bestehen für sich und zeigen den Protest Mapakas in seiner starken Intensität, allen voran fast geschrieenen Songs wie dem kraftvollen und fast hypnotischen „Muana kongo“ mit der Trompetebegleitung von Yannick Le-Stum.

Das mehrsprachige Werk kann dabei jedoch nicht nur Tiefgang und Protest, es kommt immer wieder auch mit typisch leichtgängigem Kongo-Sound wie bei „Afrika elingui“, welches ebenfalls durch Le-Stums Trompetenbegleitung dahingleitet.

„The Forrest Man“ ist wahrlich kein alltägliches Album, aber eines, dass das reinhören in die zentralafrikanischen Befindlichkeiten, besonders aus der Sicht eines Wahl-Parisers und damit auch westlich orientierten Allround-Künstlers wie Borrina Mapaka nachdrücklich anbietet.

© Dominique Dombert-Pelletier