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Alsarah and The Nubatones – Manara Alsarah and The Nubatones – Manara
3.5
Alsarah and The Nubatones – Manara (Wonderwheel Recordings/Galileo MC) Alsarah and The Nubatones legen mit „Manara“ ihr zweites Album vor, dass nach einer zweijährigen... Alsarah and The Nubatones – Manara

Alsarah and The Nubatones – Manara (Wonderwheel Recordings/Galileo MC)

Alsarah and The Nubatones legen mit „Manara“ ihr zweites Album vor, dass nach einer zweijährigen Welttournee neue, natürlich gewachsene Töne anschlägt.

Bewegter Vorwärtsschwung steht im Mittelpunkt von „Manara“, welches in den New Yorker ABCollective Studios aufgenommen wurde und einmal mehr von Alsarah selbst produziert wurde.

Das Album ist dem marokkanischen Oud-Spieler Haig Manoukian gewidmet, der auf dem ersten Album von Alsarah and The Nubatones, „Silt“, ein aktiver Teil der Klangfarbe war und der kurz nach der Veröffentlichung des international gefeierten Albums einem Krebsleiden erlag.

ST16_347_R_ALSARAH_1710Der „East-African Retro Pop“, wie es die mitgelieferte Presseinfo tituliert, von Alsarah and The Nubatones des neuen Sets rollt mächtig nach vorne und zeigt deutlich das Selbstbewusstsein der in Kahrtoum, Sudan, geborenen Alsarah mit Wahlheimat Brooklyn, New York City, der eine engmaschige Verflechtung nubischer Folklore mit tanzbaren Ethno-Sounds Afrikas sowie westlichen Pop- und Tanzbodenverständnis ein Anliegen war und ist: Alsarah and The Nubatones ist so gerade auch live ein Energiegeladenes Ereignis.

Gäste von „Manara“ sind unter anderem Marie Abne (Akkordeon), Yusuke Yamamoto (Keyboard) und Marandi Hostetter (Violine), die gemeinsam mit der Hauptprotagonistin und den Nubatones (Alsarah sowie Rami El Aasser (Perkussion), Brandon Terzic (Oud, Ngoni), Mawuena Kodjovi (Bass, Trompete) und Nahid (Backing Vocals und Perkussion)) bewegte Momente immerhin 14 Titel lang zelebrieren und hörbar lustvoll und spielfreudig interpretieren – ein Zusammenspiel, das bestens und in einer Form funktioniert, als wären jene 14 Titel ein Einziger.

Sicher wird Alsarah and The Nubatones‘ „Manara“, welches übrigens auch auf Vinyl erscheint, rein musikstilistisch nicht Jedermann ansprechen, doch genau darin liegt auch eine gute, gesunde, kulturelle Herausforderung, der man sich als Musik- und Kulturinteressierter Mensch gerade in Zeiten wie diesen ruhig stellen sollte.

© Dominique Dombert-Pelletier