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Wyclef Jean – Carnival III Wyclef Jean – Carnival III
3.5
Wyclef Jean – Carnival III (Heads Music/Legacy/Sony Music) Einst galt Wyclef Jean als der heißeste Kandidat in Sachen zeitgeistlichen Hip Hop-Vibes mit ethnisch und... Wyclef Jean – Carnival III

Wyclef Jean – Carnival III (Heads Music/Legacy/Sony Music)

Einst galt Wyclef Jean als der heißeste Kandidat in Sachen zeitgeistlichen Hip Hop-Vibes mit ethnisch und politisch korrekten, karibischen Querschlägen.

Der Haitianer brachte 1997, nach seiner Zeit als Fugees-Taktgeber (der SOUL TRAIN berichtete unzählige male über die Fugees als auch über Wyclef Jean), mit „The Carnival“ sein erstes, Richtungsweisendes Soloalbum heraus, das große Wellen schlug und für viele bis heute den Zeitgeist des damaligen Hip Hop-, R’n’B- und Black Music-Zeitgeistes überhaupt am gewaltigsten einfing.

Dieses Jubiläum feiert Jean nun mit dem mittlerweile dritten „Carnival“-Teil: „Carnival III: The Fall And Rise Of A Refugee“ lautet der Breitwandtitel des Albums, welches nach zehn Jahren zugleich das erste Solo-Album Wyclefs darstellt.

Supah Mario, The Knocks, Stix, Lunch Money Lewis oder Soul-Stimme Emeli Sande (der SOUL TRAIN berichtete) sind dabei die genreüblichen, hochkarätigen Gäste des Albums, das sich stilistisch recht vielfältig aufstellt und neben dem roten Faden als Rap-Vehikel auch Discoboogie, Funk und Soul als retrospektives Augenzwinkern verarbeitet und immer wieder auf Wyclef Jeans musikalischer aber auch privater Geschichte, unter anderem auf seinem Anteil am Fugees-Erfolg, seinen Solo-Erfolgen sowie seiner umstrittenen Präsidentschaftsbemühung 2010 im Nachgang des großen Erdbebens in seiner Heimat Haiti aufbaut.

In Eigenregie produziert, zeigt „Carnival III“ Wyclef Jean in genau jenem Licht, das er seit seinen Fugees-Zeiten in die Welt hinausgeschickt: einen Hip Hop-Entertainer, der von sich und seinem Weg überzeugt ist und musikalisch nachwievor die eine oder andere Idee aus dem Ärmel zaubern kann.

Wyclef Jeans „Carnival III“, übrigens auch auf Vinyl erhältlich, ist ein gesundes, rundes Album geworden – ein Meisterwerk hätte zugleich jedoch wesentlich mehr Ecken, Kanten und intellektuelle, gelebte, emotionale Tiefe. Fazit: Wyclef ist Wyclef und bleibt Wyclef, und das ist, mindestens im Sinne seiner nicht zu unterschätzenden, weltweiten Fangemeinde, gut so.

© DJ Dare

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