soultrain online.de - Soul, Funk, Jazz & Urban Grooves
Jesus On A Tortilla – Tonite Is The Night Jesus On A Tortilla – Tonite Is The Night
4
Jesus On A Tortilla – Tonite Is The Night (Jesus On A Tortilla) Analog, analoger, Jesus On A Tortilla! Jesus On A Tortilla ist... Jesus On A Tortilla – Tonite Is The Night

Jesus On A Tortilla – Tonite Is The Night (Jesus On A Tortilla)

Analog, analoger, Jesus On A Tortilla!

Jesus On A Tortilla ist eine italienische Band, deren musikalisches Herzen sich aus Chicago Blues, Roots, Rock’n’Roll und diversen weiteren Verschnitten der Americana-Musikkultur nährt.

Dabei ist selbst die schiere Tonqualität von „Tonite Is The Night“, so der Name ihres neuen, selbst produzierten, abendfüllenden Albums, mit großartiger Authentizität durchlüftet und arbeitet stolz und sogar auf dem Album-Cover verkündet mit der lange unterschätzten, vermeintlich uralten Mono-Technologie und steht jenem herrlich schrulligen, originären Cover-Artwork in nichts nach: Jesus On A Tortilla machen Musik, wie man sie etwa zur Mitte des letzten Jahrhunderts aus den Vereinigten Staaten von Amerika erwartet hätte; beseelt mit einer analogen, Monoesken Ästhetik, die seinesgleichen sucht.

Das Songmaterial von „Tonite Is The Night“ setzt sich aus selbst komponierten Stücken sowie aus Songs von Giganten wie B.B. King oder Howlin‘ Wolf (der SOUL TRAIN berichtete), um nur zwei zu nennen, zusammen und macht aus seiner wunderbar unperfekten Live-Atmosphäre und seinem Habitus von echtem Musikerhandwerk mit der Seele in schierem Black Music-Entertainment keinen Hehl: Jesus On A Tortilla machen Spaß, und das ist gut und gesund so.

Die gefühlt Meterdicke Pressemappe zum wunderbaren „Tonite Is The Night“ wäre eigentlich unnötig gewesen, lebt Jesus On A Tortilla – JOAT – doch von der Spontaneität und seinem Habitus einer Live-Band, wie sie wahrhaftiger kaum sein könnte: JOAT und ihr neuer Longplayer „Tonite Is The Night“ lebt, bebt, zittert, matscht und fasziniert. Wie prangt es auf dem süffisant-exotischen Albumcover doch so stolz und nicht ganz uneigennützig: „You’ve never met this kind of music“ – bravo!

© Stephan Carl Blades