Jazzanova – The Pool Jazzanova – The Pool
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Jazzanova – The Pool (Sonar Kollektiv/Indigo) Ein neues Album des Berliner Jazzanova-Kollektivs ist immer auch eine kleine Sensation – der SOUL TRAIN berichtete unzählige... Jazzanova – The Pool

Jazzanova – The Pool (Sonar Kollektiv/Indigo)

Ein neues Album des Berliner Jazzanova-Kollektivs ist immer auch eine kleine Sensation – der SOUL TRAIN berichtete unzählige male.

So verwundert es nicht, dass auch ihr neuer Longplayer „The Pool“, selbstverständlich erschienen auf dem Jazzanova-eigenen Label Sonar Kollektiv, ein erneutes Füllhorn an zeitgenössischer, unvorhersehbarer Black Music-Magie geworden ist.

Jazzanova – The Pool (Sonar Kollektiv/Indigo)

Sechs Jahre sind vergangen, seit Jazzanova mit ihrem letzten Album „Funkhaus Studio Sessions“ und mit Song-Live-Giganten wie der hinreißend dahingroovenden „Theme From Belle Et Fou“-Variante bestückt zuletzt alle Fans zwischen Soul und Funk sowie elektronisch getriebenen Rhythmen und Jazz in Begeisterungsstürme versetzt hat.

Dass der Neuling „The Pool“ zugleich immerhin 22 Jahre nach ihrer Gründung das erst fünfte Album sowie das erste Studioalbum seit satten zehn Jahren von Jazzanova unter eigenem Namen ist, erstaunt und lässt noch einmal die Geschichte der Jazzanova-Kult-Formation im Künstlerraum zwischen Musikern, DJs sowie schierer Technik und freiem Gedankengut Revue passieren.

„The Pool“, selbstverständlich und wie bei Jazzanova absolut üblich auch und samt standesgemäß eleganter Optik und Haptik auf magischem Vinyl erhältlich, zeigt äußerst repräsentativ, für was Jazzanova seit dem Beginn steht: Die innovative, eigenmächtige und eigenwillige Verschmelzung des coolsten, was Soul, Funk, Jazz sowie elektronische Musik und das mehr oder weniger populäre Musikverständnis aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Angebot hat.

Roter Faden von „The Pool“ ist, auch das durchaus eine liebgewordene Jazzanova-Eigenart, der Groove als Bindungsmittel, anspruchsvolles Musikerhandwerk mit der scheinbar oberflächlichen Entertainment-Philosophie des Black Music-Universums fest ineinander verschmelzen zu lassen, staubtrockene, coole, frische Boogie-Hip Hop-Breaks wie etwa jene von „No. 9“ mit KPTN als Gast inklusive.

Jazzanova (Photo © Georg Roske)

Weitere Gäste des sensibel und achtsam aufgebauten, raffiniert produzierten „The Pool“ sind, na klar, standesgemäße Größen und Giganten gegenwärtiger Jazz-, Soul-, Electronica- und schließlich und folgerichtig Pop-Zeichnung und reichen von den Soul-Stimmen von Jazzanova-Dauergast Paul Randolph und Pete Josef über Rapper Oddisee, den britischen DJ und Beatbastler Ben Westbeech, Soul-Avantgardist Noah Slee bis zum UK-Vorzeigejazzer und nachwievor unerreichtem Jazz-Innovator Jamie Cullum, um nur einige zu nennen – der SOUL TRAIN berichtete zigfach über alle genannten.

Alexander Barck, Claas Brieler, Jürgen von Knoblauch, Stefan Leisering und Axel Reinemer alias Jazzanova gelingt mit „The Pool“ ein weiterer, großer Album-Wurf, der zeigt, dass Jazzanova nachwievor zur Speerspitze teutonischer Groove-Befindlichkeiten und damit zum wichtigen Taktgeber der überhaupt populären Musikkultur hierzulande gelten und sich diese kleinen, feisten Avantgarde- und Experimental-Schmeicheleien zwischen den sprichwörtlichen aber auch tatsächlichen Zeilen erhalten haben – bravo!

Was bleibt, ist „The Pool“ von Jazzanova auch als augenzwinkernden Wunsch an die Zukunft sowie an folgende Alben, Singles und Projekte die SOUL TRAIN HOT TIP-Krone zu verleihen – Jazzanova ist Jazzanova ist Jazzanova!

© Michael Arens

VERLOSUNG!

Der SOUL TRAIN verlost 3 Exemplare von Jazzanova – „The Pool“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Jazzanova“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

Mehr Infos zu unseren Verlosungen gibt es hier: SOUL TRAIN-FAQ