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Götz Rausch – Wie die Zeit zerfällt Götz Rausch – Wie die Zeit zerfällt
3.5
Götz Rausch – Wie die Zeit zerfällt (Götz Rausch/Timezone) Das neue Album von Sänger, Liedermacher und Gitarrist Götz Rausch heißt nicht umsonst „Wie die... Götz Rausch – Wie die Zeit zerfällt

Götz Rausch – Wie die Zeit zerfällt (Götz Rausch/Timezone)

Das neue Album von Sänger, Liedermacher und Gitarrist Götz Rausch heißt nicht umsonst „Wie die Zeit zerfällt“ – der SOUL TRAIN berichtete (READ MORE: SOUL TRAIN #62 sowie SOUL TRAIN #80).

Die bei dem „Schaurige Märchen“-Album der Götz Rausch Band entdeckten Elemente aus „Folk, Jazz, Rock, Pop und Liedermacher“ reduzieren sich auf dem Neulingswerk von Götz Rausch musikalisch sehr ruhig und mitunter fast melancholisch auf rein akustisch orientierte Folk-Sounds und Songs, die gerade wegen ihrer bescheidenen Anmutung acht Titel lang wie ein Einziger erscheinen.

Das anspruchsvolle Album, das im Kern zwar im Jazz-Kosmos pendelt, tatsächlich und überwiegend aber Elemente aus Folk, Blues, New Age und akustischer Gitarrenmusik benutzt, sein Anliegen auszuspielen, ist vielschichtig und sehr bescheiden, aber raffiniert produziert.

Die acht Titel des Albums haben so Namen wie „Grosse Freiheit“, „Wenn alle Räder still stehen“ oder eben „Wie die Zeit zerfällt“ und wirken eben genauso zeitlos wie aufwühlend – faszinierend.

Die Mitmusiker Dirk Flatau (Tasten), Benjamin Wellenbeck (Schlagwerk), Benjamin Hiesinger (Kontrabass) und Axel Rosenbauer (Gitarre) sowie die Streicher geben dem Album einen ganz eigenen Charakter, der aus der Konzentration und dem ruhigen Fluss der Lieder und Götz Rauschs Stimme seine Energie zieht, einer Energie, der man tatsächlich die Chance geben sollte, sich durch wiederholtes Hören frei zu entfalten.

Götz Rausch selber, der hinter den Kulissen sämtliche Fäden zog und für die Struktur und die Gradlinigkeit aller Songs verantwortlich ist, gab dem Album zugleich viel Spielraum, um eigenwillig und ein wenig eigenbrötlerisch, ja fast etwas klischeehaft und schrullig, aber trotzdem und unbedingt allgemeingültig zu klingen.

So richtig leichte Kost ist „Wie die Zeit zerfällt“ von Götz Rausch ganz dem eigenen Namen entsprechend sicherlich nicht. Das Album ist jedoch bestens geeignet als kleine Herausforderung für Jazzfreunde und solche, die es werden wollen: „Wie die Zeit zerfällt“ des Hamburger Jung Götz Rausch ist ein Album, das mit seiner Leichtigkeit bei gleichzeitiger textlicher Tiefe überzeugt.

© Dominique Dombert-Pelletier

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Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Götz“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

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