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George Duke – Liberated Duke – MPS Reissues George Duke – Liberated Duke – MPS Reissues
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Aktuelle Veröffentlichungen: George Duke – The Inner Source / Faces In Reflection / Feel / The Aura Will Prevail / I Love The Blues,... George Duke – Liberated Duke – MPS Reissues

Aktuelle Veröffentlichungen:
George Duke – The Inner Source / Faces In Reflection / Feel / The Aura Will Prevail / I Love The Blues, She Heard My Cry / Liberated Fantasies (Reissues) (MPS/Edel)

Nur sehr wenigen Musikern ist es vergönnt, in einem runden Dutzend Genres und Genreströmungen der großen Black Music-Familie so erfolgreich und vor allen Dingen so anerkannt über so viele Dekaden hinweg Material – Singles, Alben, Kompilationen u.v.m. – veröffentlicht zu haben wie George Duke, über den wir im SOUL TRAIN @ soultrainonline.de bereits viele male berichteten.

George Duke (1946-2013)

Ob in den nahezu unzähligen Schichten und Lagen des Jazz-Planeten von puristischem Bebop über experimentellen Free Jazz über das breite Feld des Mainstream bis zu Jazz Fusion, Jazz Rock und Smooth Jazz oder den Ausläufern des Muttergenres Soul mit Rhythm and Blues, Funk und den Abzweigungen Dicsosoul, Disco und Boogie sowie selbstverständlich Blues oder aber in lateinamerikanischen Rhythmen jeglicher Couleur oder schlichtweg als Ton- und Rhythmusangebene Lichtgestalt des schieren Pop-Himmels – George Duke war in all diesen Genres Zuhause, immens erfolgreich, und, vielleicht am wichtigsten, allerorts respektiert.

Der 1946 in Kalifornien geborene, stets freundliche und natürlich-sympathische Pianist, Keyboarder, Komponist, Songschreiber, Arrangeur, Produzent und nicht zuletzt Sänger spielte bereits während seines Kompositionsstudiums an der San Francisco State University in der zweiten Hälfte der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts mit Al Jarreau zusammen, was in der Gründung seines ersten eigenen Jazz-Trios mündete, dass er 1969 aus der Taufe erhob und mit dem er unter anderem mit Giganten des Jazz wie Dizzy Gillespie, Bobby Hutcherson oder Jean-Luc Ponty zusammenspielte.

George Duke – The Inner Source (Reissue) (MPS/Edel)

Etwa zur gleichen Zeit, 1966, nahm Duke parallel dazu bereits sein erstes Album auf, welches der Anfang einer beispiellosen und vor allen Dingen unermüdlichen Karriere war, die George Duke ganz regelmäßig nicht nur mit Album-Veröffentlichung nach Album-Veröffentlichung, stets auf hohem spielerischen Niveau, führte, sondern ebenfalls und in teils irrwitzigem Tempo auf die Live-Bühnen des Planeten führte, auf denen er sich ebenso schnell einen Namen als einer der verlässlichsten Live-Erscheinungen des Black Music-Firmamentes aufbaute, obwohl seine eigentliche Leidenschaft Jazz – mit vier Jahren nahm ihn seine Mutter mit auf ein Duke Ellington-Konzert; eine Initialzündung für den kleinen George, der eigentlich der klassischen Musik folgen sollte und dies auch einige Zeit tat – immer wieder der Kern und damit das Herzstück seines Live-Repertoires sowie seines Album-Outputs, egal ob als Solo- oder Band-Projekt oder als Support eines seiner vielen befreundeten Mit-Jazzer und Mit-Souler, bleiben sollte.

George Duke – Faces In Reflection (Reissue) (MPS/Edel)

Der Rest ist, wie es so schön und vortrefflich heißt, Geschichte: Bis George Duke 2013 an Leukämie verstarb nahm der in sich ruhende Tausendsassa des Jazz und Soul annähernd 50 Alben auf, auf denen sich unter vielen anderen so legendäre Singles wie seine ganz persönliche, Perkussionsgetriebene und hochansteckende Jazz Fusion-Hymne, „A Brazilian Love Affair“ oder sein unerreichtes Discosoul-Meisterwerk „Reach Out“ befand.

George Duke – Feel (Reissue) (MPS/Edel)

Seinen Karrierebeginn führte George Duke wie etliche US-Amerikanische Jazz-Größen seiner Zeit wie etwa Eugen Cicero, Charly Antolini, Baden Powell, Oscar Peterson, George Shearing, Archie Shepp, Don Cherry, Freddie Hubbard, Nelson Riddle, Monty Alexander, Erroll Garner und sogar Ella Fitzgerald, um nur einige wenige zu nennen, auch zum legendären Schwarzwälder Label MPS (Musik Produktion Schwarzwald) von Musik-Legende und Entertainment-Pionier Hans Georg Brunner-Schwer.

George Duke – The Aura Will Prevail (Reissue) (MPS/Edel)

Nachdem das erzinnovative MPS-Label im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts unter anderem beim Mutterlabel SABA und seit 1971 im Vertrieb von BASF Alben veröffentlichte und zwischen 1977 und 1982 bei Metronome ein Zuhause fand, und in der Folge von 1983 bis immerhin 2013 bei Universal Music seine Mitte fand, übernahm im gleichen Jahr Edel die Rechte am beeindruckenden MPS-Katalog, was uns nun zurückführt zu George Duke, dem seitens Edel gleich sechs Alben als direkt und analog von den Original Master-Bändern neu abgemischte Reissues seiner MPS-Zeit der frühen und mittleren Siebziger Jahre gegönnt wurde: das frühe und ausdrucksstarke „The Inner Source“ von 1973, das Trio-Album „Faces In Reflection“ und das nicht nur im Cover-Artwork leicht psychedelische „Feel“ aus dem Folgejahr 1974, das Quartett-Set „The Aura Will Prevail“ und das quicklebendige, musikalisch vielschichtige „I Love The Blues, She Heard My Cry“ aus dem Jahre 1975 sowie schließlich aber nicht endlich das Jazz Fusion- und Soul-geprägte „Liberated Fantasies“ von 1976, welches bereits damals sozusagen als Ankündigung seiner glorreichen Soul-, Discosoul- und Disco-Phase Dukes beträchtliches Verständnis der Groove-Welten in den Raum stellte.

George Duke – I Love The Blues, She Heard My Cry (Reissue) (MPS/Edel)

Als Download und schicke Digipak-CD sowie und selbstverständlich auch auf edlem Vinyl – „The Inner Source“ sogar als Doppel-CD bzw. Doppel-Vinyl erhältlich – wurden die sechs Album-Neuauflagen liebevoll mit dem Original Cover-Artwork aufbereitet und bieten zudem noch Abdrucke der Original-Masterbänder-Boxen.

Ausführliche Credits und eine großartige Optik und Haptik zeigen die George DukeMPS-Reissues in aller epischen Breite und verweisen letztlich dabei immer wieder auf den wahren Hauptdarsteller aller sechs aktuellen George Duke-Album-Neuauflagen durch die heutige MPS-Mutter Edel: die Musik selbst.

George Duke – Liberated Fantasies (Reissue) (MPS/Edel)

Nicht genug damit, dass wir viele langjährige Wegbegleiter George Dukes wie etwa Drummer Leon „Ndugu“ Chancler, die Stimme von Flora Purim, Purim-Ehemann und Meister-Perkussionist Airto Moreira, Gitarristen Lee Ritenour und George Johnson oder Alphonso „Slim“ Johnson und John Heard (Bass) bis zu niemand geringerem als Paradiesvogel und Erzavantgardist Frank Zappa, der sich unter dem Pseudonym Obdewl’l X auf „Feel“ die Ehre gab, um nur einige ganz wenige zu nennen, hier einmal mehr in Action erleben dürfen. Die Musik von allen sechs Alben, bereits damals mitunter im Kern in die später von Duke regelrecht glorifizierte Richtung aus Rhythmus und Groove zeigend, stammt selbstredend auch aus der Feder des Meisters George Duke persönlich und lässt bis heute seine Strahlkraft in Sachen Jazz und Blues und Spuren aus Soul deutlich ausschlagen und setzt auch aufgrund seiner Vokal-Arbeit wehmütige Erinnerungen frei an einen der vielleicht besten und glaubwürdigsten Black Music-Ikonen überhaupt.

George Duke (1946-2013) (Photo © Hanz Harzheim)

Der SOUL TRAIN @ soultrainonline.de präsentiert: George Duke mit den sechs wunderbaren, gerade für Sammler von George Duke und dem legendären MPS-Label unverzichtbaren Album-Reissues „The Inner Source“ (1973), „Faces In Reflection“ und „Feel“ (1974), „The Aura Will Prevail“ und „I Love The Blues, She Heard My Cry“ (1975) sowie „Liberated Fantasies“ (1976) – dringende Kaufempfehlung – was George Duke im exklusiven SOUL TRAIN-Interview aus dem Jahre 2008 (READ MORE) mit seinen eigenen, markanten und, ganz typisch für ihn, süffisant-selbstironischen und augenzwinkernden Worten ausschmückt: “If you like your music Soulful, if you like your Funk with a Groove, then you wanna get into the SOUL TRAIN @ soultrainonline.de – and stay off the bus!!!” SOUL TRAIN HOT TIP!

[Der SOUL TRAIN @ soultrainonline.de berichtete immer wieder, in vielen Fällen wiederholte male, über die meisten der in dieser Besprechung genannten Musiker, Komponisten, Produzenten, Arrangeure, Künstler, Bands, Musikprojekte, Labels und Co.]

© Michael Arens

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