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Club 8 – Golden Island Club 8 – Golden Island
3.5
Club 8 – Golden Island (Labrador/Broken Silence) Die Alben der schwedischen Neo Pop-Romantiker von Club 8 gehören traditionell zu den Favoriten der SOUL TRAIN-Redaktion.... Club 8 – Golden Island

Club 8 – Golden Island (Labrador/Broken Silence)

Die Alben der schwedischen Neo Pop-Romantiker von Club 8 gehören traditionell zu den Favoriten der SOUL TRAIN-Redaktion.

Karolina Komstedt und Johan Angergård alias Club 8 lassen sich auch auf ihrem neuen Longplayer mit dem verheißungsvollen Titel „Golden Island“ nicht die kongeniale Indiepop-Melodienbutter vom Brot nehmen und führen sphärische Melodien und dahingehauchte Vocals an, die neben einem wohlig verträumten Element auch rückbesinnende New Age-Momente im Angebot haben.

Größter Unterschied des neuen Werkes zum bisherigen Schaffen der Club 8er dürfte vermutlich die Entschleunigung in den Rhythmen und den Grooves sein, die dieses mal sehr melancholisch, fast besinnliche Töne anschlagen, bis dato im restlichen runden halben Duztend Club 8-Alben jedoch stets vom Vorwärtsdrall Dancefloortauglicher Electronica-Musik gekennzeichnet war.

Fast meditativ senden Club 8 so sogar Dinge wie Mantrahaften Kehlengesang oder Vogelgezwitscher ins Rennen, zu belegen, dass ihr neues Werk „Golden Island“ die gleichen musikalischen Höhen erreicht wie seine glorreichen und kongenialen Vorgänger.

Eingefleischte Fans von Club 8 werden jenen erzharmonischen Electronica-Umpf der Vergangenheit, an dem sich ja bereits der Band- bzw. Projektname Club 8 orientiert, schmerzlich vermissen, werden jedoch von der gefühlt üblichen Old Romantic Pop-Fantasiewelt zwischen den Zeilen der neuen Songs, einmal mehr produziert von Johan Angergård selbst, ihr Wohlfühlding wiederfinden.

Club 8 beweisen mit ihrem neuen Album „Golden Island“, übrigens und traditionell auch auf wunderbarem Vinyl erhältlich, durchaus Mut und brechen mit dem Dancefloor-Appeal ihrer ansonsten trotzdem wiederentdeckbaren, eigenen Handschrift und kreieren ein Album, das man so wahrlich nicht aller Tage bekommt.

© Oliver Gross