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Chip Wickham – Shamal Wind Chip Wickham – Shamal Wind
3.5
Chip Wickham – Shamal Wind (Lovemonk/Groove Attack) Chip Wickhams neues Album „Shamal Wind“ hätte so auch in den legendären Sechziger Jahren veröffentlicht werden können... Chip Wickham – Shamal Wind

Chip Wickham – Shamal Wind (Lovemonk/Groove Attack)

Chip Wickhams neues Album „Shamal Wind“ hätte so auch in den legendären Sechziger Jahren veröffentlicht werden können – der SOUL TRAIN berichtete immer wieder über den Saxofonisten.

Aufgenommen im letzten Sommer im spanischen Schmelztigel. Madrid, wo auch die Heimat des zuständigen Labels Lovemonk (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete) liegt, setzt das Album auf retrospektive Jazz-Fermentierung mit eindeutig zweideutigem Bebop-Einschlag und fließenden Rhythmen, wie wir sie vom Jazz Funk nur zu gut kennen.

„Shamal Wind“ ist nach einem Wind im persischen Golf benannt, der zwar gewaltige Sandstürme mit sich bringt, jedoch zugleich auch Erneuerung spendet – eine passende Analogie auf die Musik und die musikalische Ideologie des neuen Sets von Vollblutmusiker Chip Wickham.

Die sechs zehrenden Titel von „Shamal Wind“ sind monumental, dabei so machbar wie möglich unterhaltsam und beschreiten einen unentwegten Pfad der eklektischen Jazz-Philosophie, der seine Wurzeln im Herzen des Genres, in eben jenen Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts hat.

Vor allen Dingen ideologisch ist Chip Wickham so, übrigens auch unterstützt durch das ebenfalls retrospektiv angelehnte Album-Artwork, seinen Instrumenten, dem Saxofon und der Querflöte am nächsten und wird unterfüttert von seinen musikalischen Mitstreitern Phil Wilkinson (Piano), David Salvador (Kontrabass), Antonio Alvarez Pax (Schlagzeug), David El Indio (Perkussion) und Ton Risco (Vibraphon) sowie den Albumgästen Gabri Casanova (Wurlitzer Piano) und nicht zuletzt Matthew Halsall (Trompete), den wir ebenfalls nicht zum ersten mal im SOUL TRAIN thematisieren.

In Eigenregie komponiert und produziert zeigt „Shamal Wind“ die virtuose, aber auch persönliche Seite des anglo-iberischen Holzbläsers Chip Wickham, dem mit „Shamal Wind“, das insbesondere Fans der Jazz-Sounds der Sixties begeistern wird, ein sehr enggeschnürtes Stück Jazz klassischer Zeichnung gelungen ist, welches nicht nur seine musikalische, spielerische Virtuosität, sondern auch sein Gespür für die Energie von schierer Rhythmik als Charakterbildende Maßnahme zeigt.

© Holger S. Jansen

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