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Bacao Rhythm & Steel Band – 55 Bacao Rhythm & Steel Band – 55
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Bacao Rhythm & Steel Band – 55 (Big Crown Records/Groove Attack) Die Bacao Rhythm & Steel Band ist so etwas wie das Alter Ego... Bacao Rhythm & Steel Band – 55

Bacao Rhythm & Steel Band – 55 (Big Crown Records/Groove Attack)

Die Bacao Rhythm & Steel Band ist so etwas wie das Alter Ego von Mocambo Records- und The Mighty Mocambos-Mastermind Björn Wagner – der SOUL TRAIN berichtete immer wieder (u.a. ST#1, St#40, ST74).

Addiert man nun zum voluminösen, überaus lebendigen Mocambo-Soul- und Funk-Feuertopf die karibische Steel Drum-Komponente ist man ziemlich nah dran am Sound des Bacao Rhythm & Steel Band-Projektes, welches mit „55“ seinen Album-Einstand gibt.

Gemeinsam mit Sebastian Nagel produzierte Wagner hier eine hitzige Zusammenkunft irrsinnig cooler, Groove-getränkter Steel Drum-Perlen, die zwar das vibrierende Steel Drumming eines Andy Narell (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete) als Inspiration zulassen, sich jedoch praktisch nie in den für ihn so typischen Jazz Fusion-Ozean aufmachen: die Bacao Rhythm & Steel Band bleibt bei aller karibischen Authentizität ganz dicht am Sound der Mocambos, und das ist gut so.

ST16_167_R_BACAORHYTHMANDSTEEL_1705Die Inspiration für die Bacao Rhythm & Steel Band holte sich Björn Wagner bei einem mehrmonatigen Aufenthalt in Trinidad & Tobago, wo er sich auch gleich von Steel Drum-Legende Louis C. Smith ein eigenes „Instrument“ bauen ließ.

Das Album beinhaltet durchweg wahnwitzige, unglaublich abgefahrene Black Music-Perlen mit ganz, ganz hohem Entertainment-Wert und arbeitet geschickt und wie selbstverständlich retrospektive Blaxploitation-Momente in seinen hörbar handgemachten Sound ein („Beetham Highway Ride“) als klebte ihnen der Voodoogetriebene Satan persönlich an den Fersen.

Auch, dass Wagner das Album auf analogem Equipment eingespielt hat, ist dem 15 Tracks langen Monsteralbum durchweg anzuhören, was dem Sound immer wieder auch den glaubhaften Anstrich eines Albums aus Kolumbien, Panama, Haiti, den britischen Jungferninseln oder eben Trinidad & Tobago aus den späten Siebziger Jahren oder frühen Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts gibt – schweißtreibend und ungemein reizvoll.

Dass bei all dem karibischen Müßiggang natürlich auch echtes Reggae-Gefühl nicht fehlen durfte ist dabei Ehrensache und gibt den abwechslungsreichen Songs des sagenhaft charmanten Werkes erst die richtige Würze auf den Weg, seinen Steel Drum Funk in die Welt hinaus zu peitschen, wahnwitzige, süffisante Cover-Versionen wie Faith Evans‘ „Love Like This“, sicher eines ihrer besten Songs überhaupt (einmal mehr: der SOUL TRAIN berichtete) inklusive.

Kratzig und kantig verschmelzen dabei die vielen stilistischen Mitstreiter des Projektes Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft karibisch infiltrierter Black Music, was dem Album auch gleich einen hohen, schmackhaften Wiedererkennungswert gibt.

„55“, das erste Album der hoffentlich noch lange weiter so agierenden Bacao Rhythm & Steel Band-Konstellation um Mocamboaner Björn Wagner, das selbstverständlich auch auf schwarzem Gold  -Vinyl – erscheint, ist ein kleines, latineskes Meisterwerk aus Soul und Funk und brennt lichterloh vom ersten bis zum letzten Takt – SOUL TRAIN HOT TIP!

© Michael Arens

VERLOSUNG!

ST16_167_R_BACAORHYTHMANDSTEEL_1705Der SOUL TRAIN verlost 3 Exemplare von Bacao Rhythm & Steel Band – „55“ (CD)!

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „55“ an soul@(nospam)michaelarens.de – viel Glück!

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